Federal Reserve senkt Leitzins erneut – Bitcoin zeigt verhaltene Reaktion unter 100.000 Dollar

Die US-Notenbank hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,5 bis 3,75 Prozent gesenkt. Bitcoin konnte von der Zinsentscheidung zunächst profitieren, bleibt aber unter der psychologisch wichtigen Marke von 100.000 US-Dollar.
Die Federal Reserve hat ihre geldpolitische Lockerung fortgesetzt und den Leitzins um weitere 25 Basispunkte gesenkt. Die "Federal Funds Rate" liegt nun in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau seit 2022 [1][2]. Seit September befindet sich die US-Notenbank wieder im Zinssenkungsprozess, nachdem es bereits vor der Amtseinführung von Donald Trump mehrere Zinssenkungen gab [1].
Bitcoin reagiert mit gemischten Signalen
Die Reaktion des Bitcoin-Kurses auf die Zinsentscheidung fiel verhalten aus. Während die Kryptowährung zunächst ins Plus drehen und über 94.000 US-Dollar steigen konnte [1], gab sie im weiteren Tagesverlauf leicht nach und fiel von rund 93.700 auf 92.618 US-Dollar [2]. An den Kapitalmärkten sorgte die Entscheidung der Fed für ein leichtes, aber deutliches Aufatmen [1].
Strukturelle Spannung am Bitcoin-Markt
Die Unfähigkeit von Bitcoin, die 100.000-Dollar-Marke nachhaltig zu durchbrechen, spiegelt laut Glassnode eine wachsende strukturelle Spannung wider: Die Zeit arbeitet gegen die Bullen [3]. Je länger der Preis in dieser fragilen Spanne verweilt, desto mehr unrealisierte Verluste häufen sich an, was die Wahrscheinlichkeit von erzwungenen Verkäufen erhöht [3].
Der relative unrealisierte Verlust (30-Tage-Durchschnitt) ist auf 4,4 Prozent gestiegen und beendet damit eine zweijährige Phase unter 2 Prozent [3]. Dieser Anstieg signalisiert den Übergang in ein Umfeld mit höherem Stress für Marktteilnehmer. Die täglich realisierten Verluste erreichten 555 Millionen US-Dollar pro Tag – ein Niveau, das zuletzt während der FTX-Kapitulation zu beobachten war [3].
Langfristige Halter nehmen Gewinne mit
Gleichzeitig realisierten Langzeithalter mit einer Haltedauer von über einem Jahr mehr als 1 Milliarde US-Dollar pro Tag an Gewinnen, mit einem Spitzenwert von 1,3 Milliarden US-Dollar [3]. Diese Dynamik aus Kapitulation der Spitzenkäufer und starker Gewinnmitnahme durch Langzeithalter könnte Bitcoin unter den wichtigen Widerstandsbereich zwischen 95.000 und 102.000 US-Dollar gedrückt haben [3].
Spot-Rallye bei rückläufigem Futures-Markt
Daten von CryptoQuant zeigen eine bemerkenswerte Divergenz: Während der Bitcoin-Preis gestiegen ist, ging das Open Interest zurück [3]. Die aktuelle Rallye wird primär durch Spot-Nachfrage getrieben, nicht durch Leverage-basierte Spekulation [3]. Während Spot-geführte Aufwärtsbewegungen grundsätzlich als gesund gelten, benötigt nachhaltiges bullisches Momentum historisch gesehen steigende Leverage-Positionen [3].
Ausblick auf weitere Zinsentwicklung
Der vierteljährlich veröffentlichte "Dot Plot", der die Prognose der Notenbanker für den Leitzins darstellt, signalisiert weitere Zinsschritte [1]. Zudem beendete die Fed die seit Sommer 2022 laufende Bilanzreduktion (Quantitative Tightening) zum 1. Dezember [1].
Die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell endet im Mai 2026, was Donald Trump die Möglichkeit gibt, einen Verbündeten als Nachfolger zu nominieren [1]. Trump kündigte bereits an, seine Nominierung Anfang kommenden Jahres bekannt zu geben [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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