Globale Krypto-Regulierung divergiert: US-Gesetzentwurf verzögert sich, während Thailand und Niederlande unterschiedliche Wege einschlagen

Bedeutende Kryptowährungs-Gesetzgebung steht im US-Senat vor unbestimmter Verzögerung nach Widerstand der Industrie, während Thailand Krypto-ETF-Regulierungen vorantreibt und die Niederlande ab 2028 unrealisierte Bitcoin-Gewinne besteuern wollen.
US-Krypto-Rahmenwerk wegen Industrie-Opposition verschoben
Umfassende Kryptowährungs-Gesetzgebung im US-Senat wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, nachdem sie auf erheblichen Widerstand bedeutender Branchenakteure gestoßen ist. Dies stellt einen Rückschlag für die Bemühungen dar, klare regulatorische Richtlinien für digitale Vermögenswerte zu etablieren [1].
Der Bankenausschuss des Senats stoppte die Arbeit an seinem erwarteten Marktstruktur-Gesetzentwurf, nachdem Coinbase seine Unterstützung öffentlich zurückgezogen hatte. Die Entscheidung von CEO Brian Armstrong erfolgte kurz vor einer geplanten Markup-Anhörung, bei der Gesetzgeber Änderungsanträge diskutiert und die Gesetzgebung möglicherweise zu einer Abstimmung im Plenum gebracht hätten [1].
Die Verzögerung könnte sich laut Bloomberg-Berichten bis Ende Februar oder März erstrecken, während Gesetzgeber versuchen, einen parteiübergreifenden Konsens in einem gespaltenen Senat wiederherzustellen [1]. Der Ausschuss hat seine unmittelbare Aufmerksamkeit auf andere Prioritäten verlagert, darunter Initiativen zur Bezahlbarkeit von Wohnraum im Zusammenhang mit Präsident Donald Trumps Agenda [1].
Industrie-Bedenken konzentrieren sich auf Stablecoin- und DeFi-Bestimmungen
Der Rückzug von Coinbase spiegelt tiefere Gräben zwischen Kryptowährungs-Unternehmen und Gesetzesverfassern wider, die sich hauptsächlich auf Stablecoin-Belohnungen beziehen. Branchenführer haben Bedenken geäußert, dass aktuelle Bestimmungen die Autorität der Commodity Futures Trading Commission schwächen, DeFi-Operationen einschränken und Stablecoin-Belohnungen begrenzen könnten – Funktionen, die sie für kontinuierliche Innovation als wesentlich erachten [1].
Unterdessen haben traditionelle Bankinstitute für strengere Beschränkungen bei renditetragenden Krypto-Produkten lobbyiert und gewarnt, dass solche Funktionen Einlagen von Banken abziehen und Kreditmärkte destabilisieren könnten. Dieses Lobbying scheint die Formulierung des Gesetzentwurfs beeinflusst und die Opposition aus dem Krypto-Sektor verschärft zu haben [1].
Patrick Witt, Exekutivdirektor des Rats für digitale Vermögenswerte des Weißen Hauses, hat zu weiteren Verhandlungen ermutigt und regulatorische Klarheit als "eine Frage des Wann, nicht des Ob" bezeichnet. Er warnte jedoch, dass ohne Kooperation der Industrie zukünftige Versionen der Gesetzgebung für Krypto-Unternehmen weniger günstig ausfallen könnten [1].
Thailand treibt Krypto-ETF-Rahmenwerk für 2026 voran
Im Gegensatz zur Pattsituation in den USA geht Thailand mit Regulierungen voran, um sich als führender asiatischer Krypto-Hub zu etablieren. Die Securities and Exchange Commission des Landes finalisiert umfassende Richtlinien für Bitcoin- und Kryptowährungs-Exchange-Traded Funds, Futures-Handel und tokenisierte Anlageprodukte, wobei die Umsetzung für Anfang 2026 geplant ist [2].
SEC-Vize-Generalsekretärin Jomkwan Kongsakul erklärte, dass das neue Rahmenwerk darauf abzielt, den Zugang zu digitalen Vermögenswerten zu erweitern und gleichzeitig Sicherheits- und Custody-Bedenken anzugehen, die institutionelle Investoren abgeschreckt haben. "Ein Hauptvorteil von Krypto-ETFs ist die einfache Zugänglichkeit", sagte Kongsakul. "Sie beseitigen Bedenken bezüglich Hacking und Wallet-Sicherheit, was eine große Hürde für viele Investoren war" [2].
Der Vorstand der thailändischen SEC hat Krypto-ETFs grundsätzlich genehmigt, wobei die Regulierungsbehörden operative Regeln für Custody, Liquidität und Zusammenarbeit zwischen Vermögensverwaltern und lizenzierten Exchanges finalisieren [2]. Nachdem Thailand im Juni 2024 seinen ersten Spot-Bitcoin-ETF für institutionelle Investoren genehmigt hatte, signalisierte das Land bis Oktober 2025 Pläne zur Erweiterung des Angebots um Ether und möglicherweise diversifizierte Krypto-Basket-Produkte [2].
Gemäß dem vorgeschlagenen Rahmenwerk wäre es Investoren gestattet, 4-5% diversifizierter Portfolios in digitale Vermögenswerte zu investieren [2]. Die SEC plant auch, 2026 Krypto-Futures-Handel an der Thailand Futures Exchange zu starten und Market-Making-Mechanismen einzuführen [2].
Thailand schaffte vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2029 die Kapitalertragssteuer auf Krypto-Handel ab, was seine Attraktivität für Investoren in digitale Vermögenswerte weiter erhöht [2].
Niederlande wollen unrealisierte Bitcoin-Gewinne besteuern
Die Niederlande verfolgen einen deutlich anderen Ansatz und bereiten sich darauf vor, unrealisierte Gewinne auf Bitcoin, Aktien, Anleihen und andere Vermögenswerte zu besteuern. Nach einer parlamentarischen Entscheidung wird das Land ab 2028 eine Reform namens "Wet werkelijk rendement Box 3" umsetzen [3].
Unter diesem System müssen Investoren jährlich Steuern basierend auf der Wertveränderung ihrer Vermögenswerte zahlen, auch ohne Verkauf. Die Steuerberechnung vergleicht die Vermögenswerte zum Jahresende mit denen zum Jahresbeginn, einschließlich laufender Erträge wie Zinsen oder Dividenden [3].
Kritiker warnen, dass das System Liquiditätsprobleme für Investoren schaffen könnte, die Steuern auf Buchgewinne ohne tatsächliche Geldzuflüsse zahlen müssen. Das Modell könnte erhebliche finanzielle Belastungen auferlegen, insbesondere bei volatilen Vermögenswerten wie Bitcoin [3].
Zum Vergleich: Deutschland besteuert derzeit keine unrealisierten Gewinne. Bei Kryptowährungen fallen Steuern nur beim Verkauf an, wobei Gewinne nach einer Haltedauer von über einem Jahr steuerfrei werden. Deutschland verfolgt derzeit keine Besteuerung von Buchgewinnen ähnlich dem niederländischen Plan [3].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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