Gold auf Rekordkurs, Bitcoin stagniert: Warum Experten vor Umschichtungen warnen

Während Gold neue Allzeithochs bei 4.490 US-Dollar erreicht, verharrt Bitcoin bei 87.800 US-Dollar. Analysten warnen dennoch vor voreiligen Portfolio-Entscheidungen zugunsten des Edelmetalls.
Gold erreicht neue Höchststände
Die Performance-Schere zwischen Bitcoin und Gold öffnet sich weiter: Während der Goldpreis mit 4.490 US-Dollar neue Allzeithochs markiert und die Marke von 4.500 US-Dollar ins Visier nimmt [1][2], stagniert Bitcoin bei 87.800 US-Dollar mit einem mageren Plus von nur 1,5 Prozent seit Jahresbeginn [2].
"Gold hat neue Allzeithochs erreicht, während BTC hartnäckig in einer Spanne geblieben ist und in die Weihnachtswoche geht", fasste die Handelsplattform QCP Capital die aktuelle Marktlage zusammen [1]. Auch Silber verzeichnete neue Höchststände [1].
Bitcoin kämpft mit technischen Widerständen
Nach einer Ablehnung bei 90.000 US-Dollar am Vortag zeigt sich das Momentum für Bitcoin schwach [1]. "BTC wird weiterhin von seinem 4-Stunden-200-MA/EMA-Trend abgelehnt", analysierte Trader Daan Crypto Trades [1]. Der Analyst bezog sich dabei auf die 200-Perioden-Wolke aus einfachem und exponentiellem gleitenden Durchschnitt im Vier-Stunden-Chart.
Crypto-Analyst Ted Pillows bestätigte die schwierige technische Lage: "Jede Bewegung in Richtung 90.000 US-Dollar stößt auf starken Verkaufsdruck. Bis Bitcoin diese Zone zurückerobert, wird die seitwärts gerichtete Bewegung weitergehen" [1]. Pillows wies zudem darauf hin, dass ein Wal-Anleger Short-Positionen auf Bitcoin, Ether und Solana im Wert von fast 250 Millionen US-Dollar eröffnet hatte [1].
QCP Capital führte die verhaltene Entwicklung auch auf saisonale Faktoren zurück: "Die Liquidität nimmt deutlich ab, da Trader ihre Positionen vor den Feiertagen schließen" [1].
Experte warnt vor Umschichtung in Gold
Trotz der aktuellen Underperformance warnt der Analyst Matthew Kratter, der auf seinem YouTube-Kanal seit Jahren Bitcoin-Inhalte teilt, vor voreiligen Portfolio-Entscheidungen [2]. Seine zentrale These: Die fundamentalen Eigenschaften sprechen langfristig für Bitcoin.
"Die Goldvorräte sind seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar seit Jahrhunderten, jährlich um 1 bis 2 Prozent gestiegen. Das mag nicht viel erscheinen, führt aber unweigerlich dazu, dass sich die Goldvorräte alle 47 Jahre verdoppeln", argumentierte Kratter [2].
Bitcoin hingegen sei absolut knapp und dauerhaft auf 21 Millionen Coins beschränkt, von denen sich aktuell bereits 19,96 Millionen im Umlauf befinden [2]. Basierend auf dieser Eigenschaft sowie der besseren Übertragbarkeit, Überprüfbarkeit und Teilbarkeit sei das digitale Gold seinem physischen Vorläufer überlegen [2].
Kratter verwies zudem auf historische Risiken bei Gold: Im 16. Jahrhundert hätten massive Goldzuflüsse aus Amerika in Europa eine Inflationswelle ausgelöst und in der Konsequenz zum Niedergang der spanischen und portugiesischen Reiche beigetragen [2].
Bullische Signale auf mittlere Sicht
Trotz der aktuellen Schwäche identifizierten einige Analysten positive technische Signale. Auf dem Drei-Tages-Chart bildete sich eine bullische Divergenz: Bitcoins Relative-Stärke-Index (RSI) formte höhere Tiefs, während der Preis niedrigere Tiefs machte [1].
"Ziemlich sicher ist der Boden erreicht - und BTC wird bald genug zurück in den sechsstelligen Bereich vorstoßen", kommentierte Trader Jelle [1]. Pillows merkte an, dass die beiden vorherigen Drei-Tages-bullischen Divergenzen zu einer Bodenbildung bei BTC/USD geführt hatten [1].
Auch der tägliche BTC/XAU-Chart zeigte eine bullische Divergenz bei wichtiger Unterstützung [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.