Institutioneller ETF-Boom: Morgan Stanley steigt ein, Solana knackt Milliarden-Marke

Die US-Großbank Morgan Stanley hat überraschend Anträge für Bitcoin- und Solana-Spot-ETFs eingereicht. Parallel dazu überschreiten Solana-ETFs die Milliarden-Dollar-Schwelle, während SUI von neuen ETF-Anträgen profitiert.
Morgan Stanley überrascht mit eigenen Krypto-ETF-Anträgen
Die US-Großbank Morgan Stanley hat bei der SEC Anträge für einen Bitcoin-Spot-ETF und einen Solana-Spot-ETF eingereicht [3]. Der Schritt erfolgt knapp zwei Jahre nach der Zulassung der ersten Bitcoin-Spot-ETFs am 10. Januar 2024 durch die US-Börsenaufsichtsbehörde [3]. Die Einreichung kam selbst für erfahrene Marktbeobachter überraschend: Bloomberg-ETF-Analyst James Seyffart erklärte, dass er dies nicht habe kommen sehen [3].
Besonders bemerkenswert ist der Antrag vor dem Hintergrund der bisherigen ETF-Strategie von Morgan Stanley. Die Bank verwaltet zwar 20 ETFs, diese laufen jedoch größtenteils unter den Tochtermarken Calvert, Parametric und Eaton Vance [3]. Unter der Hauptmarke "Morgan Stanley" existieren bisher erst zwei ETFs [3]. Matt Hougan, CIO des Vermögensverwalters Bitwise Invest, bezeichnete die neuen Anträge entsprechend als ziemlich bemerkenswert [3].
Morgan Stanley verwaltet rund 6,4 Billionen US-Dollar an Vermögen [3]. Die bestehenden Bitcoin-Spot-ETFs in den USA haben seit ihrer Zulassung zusammengenommen mehr als 57,750 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen verzeichnet [3]. BlackRocks IBIT kratzte im Oktober an der Marke von 100 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Kapital [3].
Solana-ETFs überschreiten Milliarden-Grenze
Drei Monate nach ihrem Start im November 2025 haben Solana-ETFs die Milliarden-Dollar-Marke beim verwalteten Vermögen durchbrochen [2]. Der erste Solana-ETF ging Ende Oktober 2025 an den Start, als das Angebot noch auf das einzelne Produkt BSOL von Bitwise beschränkt war [2]. Seitdem ist das Interesse deutlich gewachsen, mehrere börsengehandelte Produkte sind inzwischen verfügbar [2].
Marktführer ist Bitwise mit über 600 Millionen US-Dollar verwaltetem Vermögen [2]. Der BSOL-ETF bietet einen integrierten Staking-Mechanismus, bei dem 100 Prozent der gehaltenen SOL-Bestände gestakt werden, um zusätzliche Erträge zu generieren [2]. Insgesamt werden fast 1,5 Prozent der Gesamtumlaufmenge von Solana durch Vermögensverwalter gehalten [2].
Trotz der stabilen ETF-Zuflüsse bewegt sich der Solana-Kurs seit Wochen kaum [2]. Aktuell liegt er bei 138 US-Dollar, was 50 Prozent unter dem Allzeithoch vom Januar 2025 entspricht [2]. Die Marktkapitalisierung beträgt 77 Milliarden US-Dollar, womit Solana auf Platz 6 der wertvollsten Kryptowährungen liegt [2].
SUI profitiert von ETF-Momentum
Auch für kleinere Blockchain-Projekte entstehen durch ETF-Anträge Kursimpulse. Der Token SUI stieg um fast 20 Prozent, nachdem Bitwise und 21Shares Anträge für Spot-ETFs auf die Blockchain eingereicht hatten [1]. Der Kurs bewegte sich in den vergangenen 24 Stunden zwischen 1,83 und gut 2,02 US-Dollar und liegt aktuell bei rund 2,00 US-Dollar [1]. Die Marktkapitalisierung von Sui beträgt inzwischen rund 7,5 Milliarden US-Dollar [1].
Onchain-Daten unterstützen die positive Entwicklung: Das im Netzwerk gebundene Kapital (TVL) durchbrach die kritische 2,2 Milliarden US-Dollar-Marke, während das tägliche Handelsvolumen um über 100 Prozent auf 2 Milliarden US-Dollar hochschoss [1].
Strategische Neuausrichtung der Großbanken
Die ETF-Einreichung von Morgan Stanley ist Teil einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung. Im Oktober verschaffte die Bank allen Kunden der Vermögensverwaltungsplattform, einschließlich Nutzer von Altersvorsorge-Accounts, Zugang zu Krypto-ETFs [3]. Finanzberater können jetzt aktiv eine Investition in Bitcoin-ETFs empfehlen, während dies zuvor nur Kunden mit hoher Risikobereitschaft und mehr als 1,5 Millionen US-Dollar vorbehalten war [3]. In diesem Jahr soll über die hauseigene Plattform E*Trade der Handel mit Bitcoin und Kryptowährungen ermöglicht werden [3].
Analysten von Morgan Stanley empfehlen bei auf opportunistisches Wachstum ausgerichteten Multiasset-Portfolios inzwischen sogar eine Krypto-Allokation von bis zu 4 Prozent [3]. Auch Konkurrent JPMorgan drängt zunehmend in den Markt: Die Bank begann im vergangenen Jahr damit, Bitcoin als Kreditsicherheit zu akzeptieren, und zieht in Betracht, den Krypto-Handel für institutionelle Kunden anzubieten [3].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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