JPMorgan prüft Krypto-Handelsangebot für institutionelle Kunden

JPMorgan prüft Krypto-Handelsangebot für institutionelle Kunden

Die größte US-Bank JPMorgan erwägt laut einem Bloomberg-Bericht, institutionellen Kunden den Handel mit Kryptowährungen anzubieten. Die Initiative reagiert auf steigendes Kundeninteresse nach Änderungen im US-Regulierungsumfeld.

Wall-Street-Riese öffnet sich weiter für digitale Assets

Der Bankengigant JPMorgan erwägt, seinen institutionellen Kunden den Handel mit Kryptowährungen anzubieten. Dies geht aus einem Bericht von Bloomberg hervor, der sich auf eine mit den Plänen vertraute Person beruft [1]. Demnach bewertet das Unternehmen von CEO Jamie Dimon, welche Produkte und Dienstleistungen die Marktsparte anbieten könnte, um ihre Präsenz im Krypto-Sektor auszubauen [1].

Laut der anonymen Quelle könnte das Angebot den Spot- und Derivatehandel umfassen [1]. Die Bemühungen, die sich noch in einem frühen Stadium befinden, sind eine Reaktion auf das steigende Interesse der Kunden nach Änderungen im US-amerikanischen Regulierungsumfeld für digitale Vermögenswerte [1].

Planung hängt von mehreren Faktoren ab

Konkrete Pläne hängen davon ab, ob eine ausreichende Nachfrage nach einem bestimmten Produkt besteht, sowie von einer Bewertung der Risiken und Chancen und der Frage, was aus regulatorischer Sicht machbar ist [1]. Ein Sprecher von JPMorgan lehnte gegenüber Bloomberg eine Stellungnahme ab [2].

Die neue Initiative, die noch in den Kinderschuhen stecken soll, ziele darauf ab, dem wachsenden Kundeninteresse gerecht zu werden, nachdem sich die regulatorische Landschaft in den USA deutlich verbessert hat [2]. Wie das Angebot genau aussehen wird, sei derweil noch nicht entschieden. Die letztliche Gestaltung hänge von der Nachfrage, der Risikobewertung und den regulatorischen Anforderungen ab [2].

Tokenisierter Geldmarktfonds auf Ethereum

Parallel zu den Überlegungen zum Krypto-Handel lanciert JPMorgan einen tokenisierten Geldmarktfonds auf Ethereum [1]. "Das Kundeninteresse an der Tokenisierung ist enorm", erklärte John Donohue, Leiter Liquidität bei JPMorgan Asset Management [1]. "Wir wollen in diesem Bereich eine führende Rolle einnehmen und gemeinsam mit unseren Kunden sicherstellen, dass wir eine Produktpalette anbieten, die ihnen auf Blockchain-Basis die gleichen Auswahlmöglichkeiten bietet wie traditionelle Geldmarktfonds" [1].

Mehrere Schritte in diesem Jahr

Allein in diesem Jahr unternahm JPMorgan mehrere erste Schritte im Krypto-Markt [2]. Im Juni gab es einen Bloomberg-Bericht dazu, dass die Großbank plant, Bitcoin- und Krypto-ETFs als Kreditsicherheit zu akzeptieren. Begonnen werden sollte mit IBIT, dem Bitcoin-Spot-ETF von BlackRock [2].

Ende Oktober gab es schließlich sogar die Meldung, dass JPMorgan Bitcoin und Ethereum in ihrer Grundform als Kollateral für Kredite annehmen möchte. Dabei soll jedoch auf einen externen Dienstleister zurückgegriffen werden, da JPMorgan selbst noch keine Krypto-Verwahrlösung hat [2].

Kehrtwende der Bank

Die Öffnung für Kryptowährungen markiert eine bemerkenswerte Entwicklung für JPMorgan. Im Jahr 2017 erklärte JPMorgan-CEO Jamie Dimon noch, dass Bitcoin ein "Betrug" sei und er jeden Mitarbeiter, der mit dem Asset handelt, wegen "Dummheit" feuern werde [2]. Bei mehreren im Januar 2024 zugelassenen US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs tritt die Großbank schließlich aber selbst als "autorisierter Teilnehmer" auf [2].

Im Mai dieses Jahres sagte Jamie Dimon schließlich, dass er das Recht der Menschen, Bitcoin zu kaufen, verteidigen werde. Dabei gab er sich aber noch kritisch und zog eine Analogie zum Rauchen von Zigaretten, was er ebenfalls nicht gut fände, aber auch nicht verbieten wollen würde [2].

Regulatorisches Umfeld als Katalysator

Die zunehmende Krypto-Adoption ist eine Reaktion auf das sich wandelnde regulatorische Umfeld in den Vereinigten Staaten [1]. Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump hat seit Januar mehrere Maßnahmen zugunsten der Krypto-Branche ergriffen, darunter die Unterzeichnung eines Gesetzes über Zahlungen mit Stablecoins, dem GENIUS Act [1].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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