JPMorgan wickelt erstmals Schuldtitel über Solana-Blockchain ab – Neue Ära der Tokenisierung

JPMorgan hat einen bedeutenden Meilenstein in der institutionellen Blockchain-Adoption erreicht: Erstmals wickelte die Bank einen kurzfristigen Schuldtitel vollständig über eine öffentliche Blockchain ab – das Solana-Netzwerk.
Premiere bei öffentlicher Blockchain-Abwicklung
JPMorgan hat erstmals einen kurzfristigen Schuldtitel für eine Einheit von Galaxy Digital über eine öffentliche Blockchain abgewickelt. Statt über klassische Bank- und Abwicklungssysteme lief die Transaktion über das Solana-Netzwerk, eine schnelle und öffentlich einsehbare Blockchain [1].
Konkret ging es um sogenanntes Commercial Paper, also kurzfristige Schuldscheine, mit denen sich Unternehmen für wenige Monate Geld leihen. JPMorgan brachte diese Schuldtitel in digitaler Form auf die Blockchain und stellte sie als eigenen Token dar. Ein Token ist dabei nichts anderes als eine digitale Abbildung eines Finanzprodukts auf der Blockchain [1].
Coinbase und Franklin Templeton als Käufer
Gekauft wurden diese digitalen Schuldtitel von Coinbase und Franklin Templeton, zwei großen Akteuren aus der Krypto- und Investmentbranche. Angaben zur genauen Höhe der Emission oder zu den Zinskonditionen machten die beteiligten Unternehmen nicht [1].
Vollständige Abwicklung über Blockchain
Ein besonderes Merkmal der Transaktion ist die vollständige Abwicklung über die Blockchain. Sowohl die Auszahlung des Geldes an Galaxy als auch die spätere Rückzahlung erfolgen über den Stablecoin USDC von Circle. Stablecoins sind digitale Dollar, die eins zu eins an den US-Dollar gekoppelt sind. Damit entstand ein seltener Fall, in dem Emission, Zahlung und Rückzahlung eines US-Schuldtitels vollständig digital und ohne klassische Bankabwicklung erfolgten [1].
Die Solana-Blockchain ist bekannt für ihre hohe Skalierbarkeit und geringen Transaktionskosten [1].
Teil eines größeren Trends
Die Transaktion ist Teil eines größeren Trends. In den vergangenen zwei Jahren haben Banken und Vermögensverwalter weltweit begonnen, ausgewählte Schuldtitel wie Commercial Paper, Anleihen oder strukturierte Produkte digital abzubilden und über Blockchains abzuwickeln [1].
JPMorgan hat bereits in der Vergangenheit mit Kryptowährungen experimentiert und jetzt den nächsten Schritt gemacht [1].
Tokenisierter Geldmarktfonds auf Ethereum
Parallel zu den Aktivitäten auf Solana hat JPMorgan auch einen tokenisierten Geldmarktfonds auf der Ethereum-Blockchain aufgelegt. Der Fonds namens MONY wurde über den Asset-Management-Arm der Bank lanciert [2] und umfasst ein Volumen von rund 100 Millionen US-Dollar [1].
Der Fonds ist als risikoarme Investitionsoption für institutionelle Investoren konzipiert und wird in ein Portfolio hochwertiger, kurzfristiger Schuldverschreibungen investieren [2].
Die jüngsten Entwicklungen zeigen, wie etablierte Finanzinstitute zunehmend Blockchain-Technologie für die Abwicklung traditioneller Finanzprodukte einsetzen. Die Nutzung sowohl von Ethereum als auch von Solana demonstriert dabei die wachsende Bereitschaft, verschiedene Blockchain-Plattformen für unterschiedliche Anwendungsfälle zu evaluieren.
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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