Makroökonomische Weichenstellungen: Trumps Anleihekaufprogramm und Venezuelas Bitcoin-Mysterium

Makroökonomische Weichenstellungen: Trumps Anleihekaufprogramm und Venezuelas Bitcoin-Mysterium

Die Trump-Administration plant ein 200-Milliarden-Dollar-Programm zum Kauf von Hypothekenanleihen, während unbestätigte Gerüchte über massive Bitcoin-Bestände Venezuelas die geopolitische Bedeutung von Kryptowährungen unterstreichen.

Trumps Intervention am Hypothekenmarkt

US-Präsident Donald Trump hat ein umfangreiches Anleihekaufprogramm im Volumen von 200 Milliarden US-Dollar angekündigt. Das Programm soll durch die staatlich kontrollierten Institute Fannie Mae und Freddie Mac umgesetzt werden und zielt darauf ab, die Hypothekenzinsen zu senken und den Eigenheimkauf erschwinglicher zu machen [1].

Der Hintergrund dieser Maßnahme ist die angespannte Lage am US-Immobilienmarkt: Die Häuserpreise sind seit 2019 um circa 50 Prozent gestiegen, während der 30-jährige Hypothekenzins bei über sechs Prozent liegt – mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2021 [1]. Diese Kombination führt dazu, dass sich immer weniger US-Bürger ein Eigenheim leisten können.

Mechanismus und Finanzierung

Die beiden Institute verfügen über mehr als 200 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln, die überwiegend in US-Staatsanleihen gehalten werden [1]. Fannie Mae und Freddie Mac dürfen jeweils bis zu 225 Milliarden US-Dollar an hypothekenbesicherten Wertpapieren halten. Ende 2025 lagen die Portfolios bei jeweils rund 120 Milliarden US-Dollar, sodass noch Spielraum besteht [1].

In seiner Ankündigung auf Truth Social begründete Trump die Entscheidung mit seiner früheren Ablehnung des Verkaufs der Institute: "Weil ich mich in meiner ersten Amtszeit gegen den Verkauf von Fannie Mae und Freddie Mac entschieden habe [...], verfügen [sie] über 200 MILLIARDEN DOLLAR IN CASH" [1]. Bill Pulte, Chef der U.S. Federal Housing Finance Agency, die beide Institute beaufsichtigt, bestätigte bereits, dass sich um die Umsetzung gekümmert werde [1].

Kontroverse Einschätzungen zur Wirksamkeit

Analysten streiten über die Effizienz des Programms. Mehrheitlich wird erwartet, dass es die Hypothekenzinsen absenken wird – unmittelbar nach Trumps Ankündigung fielen die Zinsen bereits [1]. Allerdings dürfte der Effekt nur vorübergehend sein, da die verfügbaren Mittel begrenzt sind.

Der bekannte Gold-Befürworter Peter Schiff warnte sogar vor gegenteiligen Effekten. Die Umschichtung von US-Staatsanleihen in Hypothekenanleihen könne die Zinsen bei Staatsanleihen in die Höhe treiben und die Inflation anfachen [1]. "Auch wenn dies die Hypothekenzinsen vorübergehend senken könnte, würde es die Renditen von Staatsanleihen und die Inflation anfachen", so Schiff [1].

Parallelen zu Quantitative Easing

Das Programm weist Ähnlichkeiten zur geldpolitischen Maßnahme des Quantitative Easing auf, bei der Zentralbanken langlaufende Anleihen kaufen. Die Federal Reserve kontrolliert zwar den Kurzfristzins direkt, kann aber durch solche Käufe auch das lange Ende der Zinskurve beeinflussen [1]. Im Vergleich dazu ist Trumps Programm jedoch deutlich kleiner: Während der Coronapandemie kaufte die Federal Reserve beispielsweise jeden Monat für 120 Milliarden US-Dollar langlaufende Anleihen [1].

Dennoch unterstreicht die Ankündigung die grundsätzliche Ausrichtung der Trump-Administration auf eine Politik des billigen Geldes und erhöhter Liquidität. Seit dem 10. Dezember tritt die Federal Reserve bereits wieder als Nettokäufer von Anleihen auf – allerdings mit einem Volumen von 40 Milliarden US-Dollar pro Monat und nur bei kurzlaufenden Staatsanleihen [1].

Auswirkungen auf Bitcoin und Kapitalmärkte

Eine Politik lockeren Geldes könnte sich positiv auf Bitcoin und andere Vermögenswerte auswirken, wie während der Coronapandemie zu beobachten war [1]. BlackRock-CEO Larry Fink warnte bereits, dass der US-Dollar seine Rolle an Bitcoin verlieren könnte, sofern die USA ihre Defizite nicht in den Griff bekommen. Die Vereinigten Staaten zahlen inzwischen mehr als eine Billion US-Dollar an Zinsen auf ihren 38,4 Billionen US-Dollar schweren Schuldenberg [1].

Venezuela und das Bitcoin-Mysterium

Parallel zu diesen makroökonomischen Entwicklungen sorgen Gerüchte über einen angeblichen Bitcoin-Bestand Venezuelas in Höhe von fast 600.000 BTC für Aufsehen. Belegt sind diese Behauptungen jedoch nicht [2]. Offizielle Aufzeichnungen und On-Chain-Analysen verweisen lediglich auf einen Bestand von rund 240 BTC, was einem Wert von etwa 22 Millionen US-Dollar entspricht [2].

Seit der Verhängung umfassender US- und EU-Sanktionen im Jahr 2015 greift Venezuela verstärkt auf Kryptowährungen zurück. Schätzungen zufolge nutzten zeitweise über 30 Prozent der Unternehmen digitale Assets, während das Land 2020 zu den weltweit führenden Nationen bei der Krypto-Adoption zählte [2]. Analysten gehen davon aus, dass ein erheblicher Teil der Öleinnahmen über Stablecoins abgewickelt wird – in einzelnen Berichten ist von bis zu 80 Prozent die Rede [2].

Fehlende Blockchain-Beweise

Die Spekulationen über massive Bitcoin-Bestände gehen auf Berichte des Investigativjournalisten Bradley Hope zurück, der darauf hinwies, dass das Maduro-Regime möglicherweise über Jahre Bitcoin akkumuliert habe [2]. Bislang fehlen jedoch jegliche belastbaren Blockchain-Nachweise. Auch Befürworter der Theorie räumen ein, dass es sich um rein theoretische Konstrukte handelt [2]. Ein Bestand in dieser Größenordnung würde zwangsläufig deutliche digitale Spuren hinterlassen [2].

Unabhängig von der tatsächlichen Existenz zeigt der Fall, wie stark digitale Vermögenswerte inzwischen Teil geopolitischer Strategien geworden sind. Bitcoin fungiert nicht nur als Wertaufbewahrungsmittel für Bürger, sondern auch als potenzielles Instrument staatlicher Macht und Sanktionsumgehung [2].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Makroökonomie

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