Marktpsychologie im Bärenmarkt: Warum jetzt die Akkumulationsphase läuft

Während Google-Suchanfragen nach "Bitcoin Zero" Rekordwerte erreichen, sehen Analysten und Treasury-Unternehmen gerade jetzt eine strategische Kaufgelegenheit. Die Optionsmärkte deuten auf anhaltenden Druck hin – doch historische Muster sprechen eine andere Sprache.
Marktpsychologie im Bärenmarkt: Warum jetzt die Akkumulationsphase läuft
Während Bitcoin mit einem Kurs von rund 68.000 US-Dollar etwa 46 Prozent unter seinem Allzeithoch notiert, offenbart sich eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen Marktpsychologie und fundamentaler Bewertung. Einerseits erreichen Google-Suchanfragen nach "bitcoin zero" in den USA Rekordniveaus [2], andererseits sprechen sowohl On-Chain-Analysten als auch erfahrene Treasury-Unternehmen von einer der besten Akkumulationsphasen der letzten Jahre [1]. Diese Dichotomie zwischen Angst und Opportunität charakterisiert den aktuellen Marktzyklus und könnte entscheidende Weichen für die kommenden Monate stellen.
Die anstehende Bitcoin-Optionsfälligkeit im Volumen von 10,5 Milliarden US-Dollar am Freitag wird dabei zum Lackmustest für die kurzfristige Marktrichtung [3]. Doch während institutionelle Trader ihre Positionen adjustieren, formiert sich unter langfristig orientierten Investoren bereits die nächste Akkumulationswelle.
Die Fakten
Die Marktlage präsentiert sich derzeit ambivalent: Bitcoin steht bei etwa 68.000 US-Dollar und damit 46 Prozent unter seinem historischen Höchststand [2]. Parallel dazu verzeichnen die Google-Suchanfragen nach "bitcoin zero" in den Vereinigten Staaten Rekordwerte – ein Phänomen, das bereits 2021 und 2022 nahe lokaler Tiefpunkte zu beobachten war [2].
On-Chain-Analyst James Check, auch bekannt als "Checkmate", zeigt sich trotz dieser Stimmungslage zuversichtlich. In einem X-Post erklärte er: "Die Preisschmerzen liegen meiner Meinung nach weitgehend hinter uns, aber die Zeitschmerzen bleiben wahrscheinlich bestehen" [1]. Seine Empfehlung ist eindeutig: Investoren sollten "die Bären ignorieren, sehr bescheiden bleiben und von nun an still und leise Sats nach dem DCA-Prinzip horten" [1]. Check betont dabei, dass man sich keine Illusionen darüber machen solle, "genau den Tiefpunkt zu erwischen" – stattdessen empfiehlt er Dollar-Cost-Averaging über die nächsten sechs Monate [1].
Auch Michael Saylor, Gründer von Strategy (MSTR), demonstriert bemerkenswerte Gelassenheit. Gegenüber Podcasterin Natalie Brunell argumentierte er: "Es gibt wirklich kein Beispiel für eine erfolgreiche Technologieinvestition, bei der man nicht einen Rückgang von 45 Prozent überstehen musste" [1][2]. Trotz erschwerter Bedingungen bei der Kapitalbeschaffung verkündete seine Treasury-Firma am Montag einen weiteren Bitcoin-Kauf [1]. Saylor verglich die aktuelle Situation mit Apple-Aktionären, die sieben Jahre warten mussten, bis der Aktienkurs abhob, während das derzeitige "Tal der Verzweiflung" bei Bitcoin noch nicht einmal 140 Tage alt sei [2].
Austin Arnold, Gründer von Altcoin Daily, konterte die pessimistische Marktstimmung mit einer klaren These: "Die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin einen Wert von 1.000.000 US-Dollar erreicht, ist höher als die Wahrscheinlichkeit, dass es auf einen Wert von 0 US-Dollar fällt" [2]. Diese Einschätzung wurde in der Community weitgehend geteilt, wobei das Szenario eines totalen Zusammenbruchs zunehmend als auszuschließen gilt [2].
Die kurzfristige Marktdynamik wird jedoch stark von institutionellen Derivaten beeinflusst. Am Freitag läuft ein Optionsvolumen von 10,5 Milliarden US-Dollar aus, wobei Deribit mit 76 Prozent Marktanteil dominiert – 4,5 Milliarden US-Dollar in Call-Optionen und 3,4 Milliarden US-Dollar in Put-Optionen [3]. Die Analyse zeigt, dass 88 Prozent der Call-Optionen auf Deribit wertlos verfallen, wenn Bitcoin unter 70.000 US-Dollar bleibt [3]. Put-Optionen bei 72.000 US-Dollar und darüber summieren sich auf 1,15 Milliarden US-Dollar – mehr als genug, um bestehende Call-Optionen auszugleichen [3].
Entscheidend für die Optionsfälligkeit könnte die 90-prozentige Korrelation zwischen Bitcoin und dem Nasdaq 100 Index sein, die zeigt, dass die Stimmung bei Tech-Investoren derzeit der führende Treiber für das Marktvertrauen ist [3]. Um die Tabellen bei der Februar-Optionsfälligkeit zu drehen, benötigen Bitcoin-Bullen eine Rally von 9 Prozent vom aktuellen Niveau [3]. Laut Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Bitcoin-Kurs über 1.000.000 US-Dollar noch 2026 bei lediglich 2 Prozent, während die Wahrscheinlichkeit für einen Absturz auf 10.000 US-Dollar mit 6 Prozent beziffert wird [2].
Analyse & Einordnung
Die aktuelle Marktphase weist klassische Charakteristika einer Akkumulationszone auf. Historisch betrachtet waren extreme Spitzen bei Google-Suchanfragen nach "bitcoin zero" stets konträre Indikatoren, die lokale Tiefpunkte markierten. Die psychologische Kapitulation, die sich in solchen Suchmustern manifestiert, geht typischerweise der Trendwende voraus – nicht weil die Stimmung rational ist, sondern weil sie das Ausmaß der Übertreibung nach unten signalisiert.
Die Argumentation von Michael Saylor verdient besondere Beachtung. Seine Analogie zu erfolgreichen Technologieinvestitionen ist nicht nur rhetorisch geschickt, sondern empirisch belegt. Amazon-Aktien fielen während der Dotcom-Blase um 95 Prozent, Tesla verlor mehrfach über 60 Prozent an Wert. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Bitcoin volatil ist, sondern ob die fundamentale These intakt bleibt. Und hier sprechen mehrere Faktoren dafür: Die Geldpolitik globaler Zentralbanken bleibt expansiv, die institutionelle Adoption nimmt trotz Preisrückgang zu, und Treasury-Unternehmen wie Strategy nutzen die Schwäche gezielt zum Ausbau ihrer Positionen.
Die kurzfristige Belastung durch die Optionsfälligkeit sollte nicht unterschätzt werden. Mit Put-Optionen, die bei nahezu jedem Szenario unter 74.000 US-Dollar dominieren, besteht struktureller Verkaufsdruck. Die hohe Korrelation mit dem Nasdaq 100 unterstreicht zudem, dass Bitcoin noch nicht als unabhängiger Vermögenswert gehandelt wird, sondern als Teil des Risk-on-Universums. Sollten Tech-Earnings enttäuschen oder makroökonomische Unsicherheit zunehmen, könnte Bitcoin weiter unter Druck geraten.
Mittelfristig jedoch spricht die Konstellation für eine Bodenbildung. Die Dollar-Cost-Averaging-Strategie, die Check empfiehlt, ist nicht nur psychologisch sinnvoll, sondern auch statistisch überlegen in volatilen Märkten. Wer versucht, den exakten Tiefpunkt zu erwischen, wird entweder zu früh oder zu spät agieren. Die breite Akkumulation über Monate hinweg nivelliert dieses Risiko und nutzt die Volatilität als Vorteil. Entscheidend ist dabei die Überzeugung in die langfristige These – ohne diese wird jeder weitere Rücksetzer zur psychologischen Belastungsprobe.
Fazit
• Die extreme Angst im Markt, manifestiert in Rekord-Suchanfragen nach "bitcoin zero", markiert historisch betrachtet typischerweise Akkumulationszonen statt Zusammenbrüche – konträre Indikatoren sollten ernst genommen werden
• Dollar-Cost-Averaging über die nächsten sechs Monate bietet einen rationalen Ansatz, um Timing-Risiken zu minimieren und von anhaltender Volatilität zu profitieren, ohne den exakten Tiefpunkt treffen zu müssen
• Die kurzfristige Optionsfälligkeit über 10,5 Milliarden US-Dollar begünstigt Put-Positionen und könnte weiteren Druck erzeugen, solange Bitcoin unter 74.000 US-Dollar notiert – Geduld ist die wichtigste Tugend in dieser Phase
• Die 90-prozentige Korrelation mit dem Nasdaq 100 zeigt, dass Bitcoin noch immer stark von Tech-Investor-Stimmung abhängt – eine Entkopplung wird erst bei nachhaltiger Erholung über 80.000 US-Dollar wahrscheinlich
• Treasury-Unternehmen wie Strategy demonstrieren durch kontinuierliche Käufe trotz erschwerter Kapitalbeschaffung ihre langfristige Überzeugung – institutionelle Akkumulation läuft bereits, während Retail-Investoren noch zögern
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.