MiCA-Lizenzen als Katalysator: 21bitcoin und KuCoin starten EU-Offensive
Mit 21bitcoin und KuCoin erhalten zwei weitere Krypto-Unternehmen die begehrte MiCA-Lizenz in Österreich. Während der österreichische Broker Bitcoin-Kredite plant, will die internationale Börse KuCoin ihr Image als regulierter Anbieter festigen.
Österreich als europäisches Krypto-Zentrum
Österreich entwickelt sich zunehmend zum bevorzugten Standort für Krypto-Unternehmen in Europa. Mit 21bitcoin und KuCoin haben nun zwei weitere Anbieter die begehrte MiCA-Lizenz (Markets in Crypto Assets) von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) erhalten. Die Zulassung ermöglicht beiden Unternehmen das sogenannte "Passporting" – die Möglichkeit, ihre Dienstleistungen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anzubieten und damit potenziell über 500 Millionen Menschen zu erreichen[1][2].
21bitcoin plant Bitcoin-besicherte Kredite
Der österreichische Krypto-Broker 21bitcoin hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Mit über 100.000 Kunden und einem abgewickelten Handelsvolumen von mehr als 500 Millionen Euro will das Unternehmen zum ersten Anbieter eines ganzheitlichen Bitcoin-Finanzökosystems in Europa werden[1].
"Ziel ist es, 21bitcoin als ersten Anbieter eines ganzheitlichen Bitcoin-Finanzökosystems in Europa zu etablieren", erklärt Daniel Winklhammer, Gründer und CEO[1]. Ein zentraler Bestandteil der Strategie für 2026 ist die Einführung von Bitcoin-besicherten Krediten, die in Kooperation mit der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte und Sopra Financial Technology entwickelt werden[1].
Diese Kooperation soll eine Brücke zwischen DeFi-Mechaniken und traditionellem Bankwesen schlagen. Parallel dazu baut das Unternehmen sein Angebot für vermögende Privatkunden aus: Der "21Private Service" richtet sich mit individueller Betreuung an Investoren ab 100.000 Euro[1].
KuCoin vollzieht Imagewandel in Europa
Für KuCoin, die siebtgrößte Krypto-Börse der Welt nach Handelsvolumen, markiert die MiCA-Lizenz einen strategischen Wendepunkt. Die europäische Tochter KuCoin EU kann nun unter regulatorischer Aufsicht im gesamten EWR operieren[2].
"Die Sicherung der MiCA-Lizenz mit unserer lokalen Einheit in Österreich ist ein entscheidender Meilenstein in der langfristigen Trust- und Compliance-Strategie von KuCoin", kommentiert BC Wong, CEO von KuCoin[2]. Der MiCA-Rahmen stelle einen der höchsten regulatorischen Standards weltweit dar.
Für die EU-Expansion setzt KuCoin auf erfahrene Führungskräfte aus der Region: Oliver Stauber, ehemaliger General Counsel und Managing Director bei Bitpanda, leitet als CEO die europäischen Aktivitäten. Christian Niedermüller, zuvor CEO bei der Krypto-Börse Blocktrade, fungiert als COO[2].
Regulatorischer Neuanfang nach US-Strafe
Die Lizenzierung in Europa kommt zu einem bedeutenden Zeitpunkt für KuCoin. Erst vor wenigen Monaten musste sich das Unternehmen in den USA wegen mangelnder Geldwäsche-Prävention verantworten und stimmte einer Strafzahlung von 300 Millionen US-Dollar zu[2]. Mit der MiCA-Lizenz nutzt KuCoin nun die regulatorische Klarheit in Europa, um sich vom unregulierten Offshore-Akteur zum complianten Finanzdienstleister zu wandeln.
Laut Coingecko erhält die Börse einen Trust-Score von 9 von 10 Punkten. Mit 40 Millionen Nutzern in 200 Ländern liegt KuCoin beim täglichen Handelsvolumen vor etablierten Anbietern wie Crypto.com oder Kraken[2].
Wettbewerb in Europa verschärft sich
Die Entscheidung beider Unternehmen für Österreich als Standort fiel nicht zufällig. "Die Entscheidung für Österreich wurde maßgeblich durch die zeitnahe Umsetzung der MiCA-begleitenden Gesetze, das stabile und voraussehbare regulatorische Umfeld sowie den proaktiven Ansatz der FMA im MiCA-Lizenzierungsprozess beeinflusst", erklärt Stauber[2].
Die MiCA-Verordnung gilt als weltweit erstes umfassendes Regelwerk für Krypto-Märkte und setzt hohe Standards für Transparenz, Verbraucherschutz und Governance[1]. Mit den Neuzugängen erhöht sich der Wettbewerbsdruck auf etablierte Player wie Bitpanda, Coinbase oder Kraken. Neben 21bitcoin und KuCoin sind in Österreich auch Bybit, AMINA AG, Cryptonow und FIOR Digital registriert[2].
Quellen
- [1]btc-echo.de
- [2]btc-echo.de
KI-gestützter Inhalt
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