MicroStrategy droht MSCI-Ausschluss: Saylor verhandelt mit Indexanbieter

MicroStrategy droht MSCI-Ausschluss: Saylor verhandelt mit Indexanbieter

Das Bitcoin-Treasury-Unternehmen MicroStrategy steht vor einem möglichen Ausschluss aus dem MSCI World Index. Gründer Michael Saylor bestätigte Verhandlungen mit dem Indexanbieter, während Analysten massive Kapitalabflüsse befürchten.

Saylor bestätigt Gespräche mit MSCI

MicroStrategy, das unter dem Ticker MSTR firmierende Bitcoin-Treasury-Unternehmen von Michael Saylor, steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Das Unternehmen könnte aus dem MSCI World Index ausgeschlossen werden – einem der bedeutendsten globalen Aktienindizes mit über 1.300 Large- und Mid-Cap-Unternehmen aus 23 entwickelten Märkten [2].

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte Gründer Michael Saylor, dass das Unternehmen in einen formellen Austausch mit dem Indexanbieter getreten sei. "Wir sind in den Prozess eingebunden", erklärte Saylor, ohne jedoch konkrete Details zu den Verhandlungen zu nennen [1]. Auf einem Binance-Event in Dubai äußerte er sich am Mittwoch zur Volatilität der Aktie: "Die Aktie wird volatil sein, weil das Unternehmen auf verstärktem Bitcoin aufbaut" [2].

MSCI prüft Ausschluss von Digital Asset Treasury-Unternehmen

MicroStrategy ist derzeit sowohl im MSCI USA als auch im MSCI World gelistet. Das Unternehmen wurde im Mai 2024 in den MSCI World Index aufgenommen, etwa drei Jahre nachdem es mit seiner Digital Asset Treasury (DAT)-Strategie begonnen hatte – zu diesem Zeitpunkt hielt es bereits 214.000 BTC [2].

Am 10. Oktober 2025 kündigte MSCI offiziell eine Konsultation über den möglichen Ausschluss von DAT-Unternehmen aus seinen Indizes an. Die Konsultationsphase läuft bis zum 31. Dezember 2025, eine endgültige Entscheidung soll bis zum 15. Januar 2026 fallen [2].

Analysten warnen vor Milliarden-Abflüssen

Ein Ausschluss hätte potenziell gravierende Folgen für das Unternehmen. Die US-Großbank JP Morgan, die bereits im November vor einem solchen Szenario warnte, kalkuliert mit Kapitalabflüssen von bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar, sollte MicroStrategy aus den MSCI-Indizes ausgeschlossen werden [1].

Das Szenario könnte sich noch verschärfen: Sollten andere Indexanbieter wie der Nasdaq 100 dem Beispiel von MSCI folgen, könnten die Abflüsse auf bis zu 8,8 Milliarden US-Dollar ansteigen [1]. Unter Anlegern galt MicroStrategy in der Vergangenheit als gehebelter Zugang zu Bitcoin, vor allem durch den aggressiven Allokationsplan des Unternehmens. Die Aufnahme in Aktienindizes erleichterte dabei die Kapitalaufnahme erheblich [1].

Strategischer Kurswechsel unter Druck

Der potenzielle MSCI-Ausschluss könnte MicroStrategys aggressive Bitcoin-Akkumulationsstrategie beeinflussen. Das Unternehmen kündigte am Montag an, eine 1,44 Milliarden US-Dollar schwere Fiat-Reserve aufbauen zu wollen, um Dividendenzahlungen auf Vorzugsaktien und Zinsen auf ausstehende Schulden zu sichern [2].

Trotz des Gegenwinds hat das Unternehmen seine Bitcoin-Bestände auf die symbolische Marke von 650.000 BTC ausgebaut [2]. Gleichzeitig senkte es jedoch seine KPI-Ziele für 2025 deutlich, nachdem Bitcoin unter die 90.000-US-Dollar-Marke gefallen war [2].

Ob im Ernstfall auch Bitcoin-Verkäufe in Frage kommen, bleibt offen. Solange der Bitcoin-Kurs nicht unter den durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 74.500 US-Dollar fällt, dürfte dieses Szenario allerdings weniger wahrscheinlich sein [1].

Branchenweite Herausforderungen für DAT-Unternehmen

MicroStrategy steht mit seinen Herausforderungen nicht allein. Nachdem DAT-Unternehmen im Juli 2025 boomten, kämpfen viele von ihnen mittlerweile mit Kursverlusten. Das japanische Unternehmen Metaplanet etwa verzeichnete Mitte Oktober einen Unternehmenswert, der unter den Wert seiner Bitcoin-Bestände fiel – eine beispiellose Entwicklung mit weitreichenden Implikationen für den gesamten DAT-Sektor [2].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

MicroStrategy MSCI exclusion risk and strategy changes

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