Strategy wehrt sich gegen MSCI-Ausschluss: Offener Brief verteidigt Bitcoin-Geschäftsmodell

Michael Saylor und Strategy haben in einem zwölfseitigen Brief gegen den geplanten Ausschluss aus MSCI-Indizes protestiert. Der Indexanbieter will Unternehmen mit mehr als 50 Prozent digitalen Vermögenswerten in der Bilanz ausschließen.
Strategy kämpft um Verbleib in MSCI-Indizes
Strategy, das Unternehmen mit der größten Bitcoin-Reserve weltweit, hat einen zwölfseitigen offenen Brief an den Indexanbieter MSCI veröffentlicht, um den drohenden Ausschluss aus dessen Global Investable Market Indexes abzuwenden [1]. Der Indexanbieter plant, Unternehmen auszuschließen, bei denen digitale Vermögenswerte mehr als 50 Prozent der Bilanzsumme ausmachen [1].
Mit seinen über 660.000 BTC überschreitet Strategy diese Schwelle deutlich [1][3]. Executive Chairman Michael Saylor und CEO Phong Le argumentieren in dem am 10. Dezember eingereichten Schreiben, dass sogenannte Digital Asset Treasury Companies (DATs) als operative Unternehmen und nicht als Investmentfonds zu klassifizieren seien [2].
Kernargumente gegen die geplante Regelung
Strategy bezeichnet die geplanten Änderungen als "fehlgeleitet" und warnt vor "ernsthaften Konsequenzen" [1]. Das Unternehmen betont, dass DATs digitale Vermögenswerte aktiv nutzen und produktive Finanzinstrumente anbieten, anstatt lediglich als passive Investmentvehikel zu fungieren [1].
"Anleger, die die Stammaktien von Strategy kaufen, erwerben damit nicht nur ein reines Exposure zu Bitcoin", heißt es in dem Brief. "Stattdessen investieren Strategy-Anleger in das Managementteam von Strategy, die finanzielle Expertise und die Fähigkeit, von den künftigen technologischen Innovationen zu profitieren, die Bitcoin verspricht" [2].
Das Unternehmen verweist darauf, dass vergleichbare Konzentrationen in anderen Branchen – etwa bei Öl-, Gold-, Immobilien- oder Medienunternehmen – historisch nie zu einem Ausschluss aus MSCI-Indizes geführt hätten [1][4].
Befürchtete Kapitalabflüsse in Milliardenhöhe
Strategy warnt vor erheblichen Marktfolgen. Laut einer in dem Brief zitierten Analyse könnten bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar Kapitalabflüsse entstehen, sollten Indexanbieter die Regel einführen [1]. Andere Prognosen gehen sogar von über 8 Milliarden US-Dollar aus, falls weitere Indexanbieter folgen [1]. Die US-Großbank JPMorgan hatte bereits im November vor einem solchen Szenario gewarnt [1].
Auch Bitcoin-Mining-Unternehmen, die große Teile ihres Bestands halten, wären von der Regelung betroffen [1][4]. Strategy kritisiert zudem, dass die starken Schwankungen des Bitcoin-Kurses zu wiederholten Aus- und Wiederaufnahmen in die Indizes führen könnten, was einen unsinnigen administrativen Aufwand bedeuten würde [2].
Konflikt mit US-Regierungspolitik
Das Unternehmen argumentiert, dass die geplante Exklusion nicht mit der Vision der Trump-Administration vereinbar wäre, die USA zur Bitcoin-Supermacht zu machen [2]. "Der Vorschlag von MSCI würde diesen Plänen jedoch effektiv den Zugang zu Unternehmen verwehren, die in digitale Vermögenswerte investieren – wodurch automatisch Kapital in Milliardenhöhe aus diesem Sektor abgezogen würde", heißt es in dem Brief [2].
Strategy wirft MSCI vor, sich vom Anspruch zu entfernen, den Markt möglichst vollständig und neutral abzubilden [2]. Das Unternehmen fordert eine Verlängerung der bis zum 31. Dezember laufenden Konsultationsphase und eine Überarbeitung des Vorschlags [2].
MSCI begründet Position mit Risiken
MSCI argumentiert seinerseits, dass Krypto-Treasury-Unternehmen Merkmale von Investmentfonds aufweisen würden, anstatt Güter und Dienstleistungen zu produzieren [3]. Der Indexanbieter verweist auf fehlende einheitliche Bewertungsmethoden für Kryptowährungen und potenzielle Korrelationsrisiken, bei denen die Index-Performance die Kryptomärkte widerspiegeln könnte [3].
Die finale Entscheidung von MSCI wird für den 15. Januar 2026 erwartet [2]. Für Strategy steht viel auf dem Spiel: Das Unternehmen hat erst am Montag weitere 10.000 Bitcoin seiner Bilanz hinzugefügt [1]. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei etwa 74.500 US-Dollar [1].
Quellen
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