Geteilte Marktaussichten: Optimismus für 2026 trifft auf Whale-Verkäufe und düstere Prognosen

Geteilte Marktaussichten: Optimismus für 2026 trifft auf Whale-Verkäufe und düstere Prognosen

Während regulatorische Fortschritte und Fed-Politik Hoffnung für 2026 wecken, mehren sich die Warnzeichen: Ethereum-Wale verkaufen massiv, Arthur Hayes trennt sich von ETH, und Bloomberg-Analyst McGlone prognostiziert einen Bitcoin-Crash auf 10.000 US-Dollar.

Optimistische Aussichten für 2026 trotz Unsicherheiten

Der Kryptomarkt blickt mit gemischten Gefühlen auf das Jahr 2026. Während regulatorische Fortschritte und eine erwartete lockere Geldpolitik Hoffnung wecken, sorgen massive Whale-Verkäufe und pessimistische Analystenstimmen für Verunsicherung.

Ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung könnte der sogenannte Clarity Act werden, dessen Verabschiedung sich durch den längeren Regierungsstillstand verzögert hat [1]. Das Gesetz soll klarere Regeln schaffen und definieren, welche Aufsichtsbehörden (SEC und CFTC) für verschiedene Krypto-Assets zuständig sind – abhängig davon, ob diese als Wertpapiere oder Rohstoffe klassifiziert werden [1]. Die Hoffnung besteht darin, dass mehr ins Ausland verlagerte Krypto-Unternehmen ihren Hauptsitz zurück in die USA verlegen [1].

Parallel dazu wird eine Verschiebung der Federal Reserve zu einer Politik des lockeren Geldes erwartet. Die für Anfang 2026 anstehende Fed-Chair-Auswahl durch Präsident Trump könnte Zinssenkungen von bis zu 100 Basispunkten bringen [1]. Laut Salmond betrachten Krypto-Investoren Fed-Zinssenkungen als bullisch für Risiko-Assets, allerdings gebe es ein "Tale of Two Cities"-Szenario, bei dem die Daten mit den optimistischsten Perspektiven kollidieren [1].

Ethereum unter massivem Verkaufsdruck

Die zweitgrößte Kryptowährung steht derzeit stark unter Druck. Ethereum handelt bei 3.050 US-Dollar – ein Minus von rund 37 Prozent gegenüber dem Jahreshoch [2]. Ethereum-Wale haben allein in der vergangenen Woche ETH im Wert von 360 Millionen US-Dollar veräußert [2]. Seit dem Anstieg Anfang Oktober sind ihre Gesamtbestände von mehr als 5,73 Millionen ETH auf 5,61 Millionen zurückgegangen [2].

Gleichzeitig erlitten die Ethereum Spot ETFs binnen fünf Handelstagen Nettoabflüsse in Höhe von 660 Millionen US-Dollar [2]. Besonders hart traf es den iShares ETH ETF, der alleine 558 Millionen US-Dollar abgeben musste [2].

Arthur Hayes verkauft Ethereum-Bestände

Einer der prominentesten Verkäufer ist BitMEX-Co-Founder Arthur Hayes. Zwischen dem 19. und 20. Dezember überwies der Krypto-Milliardär nach Angaben von Lookonchain mehr als 1.100 ETH im Wert von 3,3 Millionen US-Dollar an verschiedene Krypto-Börsen [2]. Noch im August hatte er prognostiziert, dass der Ether-Kurs in diesem Zyklus auf 10.000 bis 20.000 US-Dollar steigen würde und kaufte 1.500 ETH nach [2].

In einem X-Post erklärt Hayes nun: "Wir verkaufen unsere ETH-Bestände und investieren in hochwertige DeFi-Namen, von denen wir glauben, dass sie sich bei einer Verbesserung der Fiat-Liquidität überdurchschnittlich entwickeln werden" [2]. Nach On-Chain-Daten erfolgte die aggressivste Akkumulation bei Ethena (ENA). Am 20. Dezember kaufte Hayes zusätzlich 1,22 Millionen ENA-Token im Wert von rund 257.500 US-Dollar [2]. Neben Ethena kauft Hayes auch Pendle (PENDLE) und ether.fi (ETHFI) [2]. Von einem panischen Ethereum-Ausstieg kann jedoch keine Rede sein – Hayes hält noch immer 3.842 ETH im Wert von 11,7 Millionen US-Dollar [2].

Bloomberg-Analyst prognostiziert Bitcoin-Crash auf 10.000 US-Dollar

Mike McGlone von Bloomberg hat eine düstere Prognose abgegeben: Er rechnet damit, dass Bitcoin wieder auf 10.000 US-Dollar fallen wird, was vom aktuellen Niveau aus einen Kursrutsch um fast 90 Prozent bedeuten würde [3]. McGlone argumentiert, dass "vieles, worauf sich der Markt gefreut hatte, eingetreten" sei: ETFs, die Anerkennung der Vorteile von Bitcoin durch führende US-Politiker und eine breitere Akzeptanz im Mainstream [3].

In einem Interview fasste McGlone seine Prognose zusammen: "Ich denke, es geht auf 10.000 US-Dollar. Dafür gibt es entscheidende Gründe. Erstens: Die Welt hat sich verändert. Der Unterschied heute ist, dass der Kauf von Krypto – egal welcher Art – nicht mehr unabhängig von den meisten Regierungen ist" [3]. Er verweist zudem darauf, dass der Markt jetzt von Regierungen abhängig sei und man außerdem die Trump-Familie und Beamte der Trump-Regierung unterstütze, die alle in diesem Bereich investiert seien [3].

Kritische Stimmen zu McGlones Prognose

Allerdings ist McGlones Trefferquote gemischt. Anfang Januar 2024, als Bitcoin bei 45.000 US-Dollar stand, ging er davon aus, dass Gold in dem Jahr besser performen würde als BTC [3]. Bitcoin beendete das Jahr schließlich mit einem Kursplus von 120 Prozent, während Gold "nur" um 27 Prozent stieg [3]. Auch am 9. November 2022, als BTC im Rahmen des FTX-Kollapses auf 15.500 US-Dollar fiel, teilte er die Einschätzung, dass der Kurs auch noch 10.000 US-Dollar erreichen könnte – doch genau dann setzte die Erholung ein [3].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Marktanalyse

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