Geldpolitische Wendepunkte: Wie Fed und Bank of Japan die Krypto-Märkte beeinflussen

Während sich der Bitcoin-Kurs um die 90.000-US-Dollar-Marke stabilisiert, rücken makroökonomische Faktoren in den Fokus. Besonders die Zinspolitik der Bank of Japan sorgt für Nervosität unter Investoren.
Stabile Wochenbilanz trotz erhöhter Volatilität
Der Krypto-Markt zeigt sich in der vergangenen Handelswoche robust: Bitcoin (BTC) konnte sich im Bereich der 90.000 US-Dollar behaupten und die Woche nahezu unverändert beenden [1]. Ethereum (ETH) legte sogar um rund zwei Prozent zu und schloss oberhalb der 3.000-US-Dollar-Marke [1]. Weniger positiv entwickelten sich Solana (SOL) mit einem Minus von vier Prozent und insbesondere Ripple (XRP), das mit einem Kursabschlag von knapp sieben Prozent als Schlusslicht unter den Top-10-Altcoins die Woche knapp oberhalb von 2,00 US-Dollar beendete [1].
US-Arbeitsmarktdaten im Fokus der Anleger
Für die kommende Handelswoche richten Investoren ihr Augenmerk verstärkt auf makroökonomische Indikatoren aus den USA. Besonders die neuesten Daten vom US-Arbeitsmarkt sowie die Entwicklung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe dürften die Kurse am Aktien- und Krypto-Markt bewegen [1]. Diese Kennzahlen gelten als wichtige Frühindikatoren für die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve.
Bank of Japan versetzt Märkte in Alarmbereitschaft
Besondere Nervosität herrscht derzeit im Hinblick auf die Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ). Die Aussicht auf eine weitere Zinserhöhung sorgt seit Tagen für Unruhe an den Aktien- und insbesondere den Krypto-Märkten [2]. Eine solche Maßnahme würde den Leitzins des Landes auf den höchsten Stand seit 1995 heben [2].
Yen-Carry-Trade unter Druck
Eine Zinserhöhung könnte den jahrzehntelang beliebten Yen-Carry-Trade unattraktiver machen – also das Verschulden in günstigen Yen, um damit riskantere Anlagen wie US-Aktien oder Bitcoin zu finanzieren [2]. Allerdings zeigen Daten der US-Terminaufsicht CFTC, dass spekulative Anleger an den Yen-Futures-Märkten inzwischen per Saldo long positioniert sind [2]. Der Spielraum für einen plötzlichen, extrem starken Yen-Sprung und panikartige Short-Eindeckungen ist damit geringer, als die Schlagzeilen suggerieren [2].
Risiko eines schleichenden Regimewechsels
Die viel zitierte Kettenreaktion, bei der Investoren massenhaft riskante Assets wie Bitcoin verkaufen müssen, ist daher weniger wahrscheinlich [2]. Zudem kommt die bevorstehende Zinserhöhung der BoJ wenig überraschend – die Renditen japanischer Staatsanleihen legen nahe, dass die hawkishe Geldpolitik bereits eingepreist ist [2].
Dennoch bleibt Japans Geldpolitik für Krypto relevant: Steigende japanische Anleiherenditen haben zuletzt weltweit die Bond-Märkte unter Druck gesetzt und die Risikobereitschaft der Anleger gedämpft – mit entsprechendem Gegenwind für Bitcoin und andere hochspekulative Assets [2].
Langfristige Auswirkungen auf globale Liquidität
Sollte es in den kommenden Wochen tatsächlich zu einer weiteren Zinserhöhung kommen und japanische Investoren verstärkt Kapital aus dem Ausland zurückholen, könnte dies die globale Liquidität zusätzlich austrocknen [2]. Das Ende von Japans jahrzehntelanger Ultra-Niedrigzinspolitik könnte durchaus zu einem Regimewechsel führen – allerdings dürfte dieser eher schleichend verlaufen [2].
Für Krypto-Investoren bleibt damit die Beobachtung makroökonomischer Entwicklungen entscheidend. Die Stabilisierung des Bitcoin-Kurses um die 90.000-US-Dollar-Marke zeigt zwar Resilienz, doch die geldpolitischen Weichenstellungen in den USA und Japan werden die Marktentwicklung in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen.
Quellen
- [1]btc-echo.de
- [2]btc-echo.de
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