MSCI behält Bitcoin-Treasury-Unternehmen in Indizes, ändert aber Regeln für neue Aktienausgaben

MSCI behält Bitcoin-Treasury-Unternehmen in Indizes, ändert aber Regeln für neue Aktienausgaben

Der Indexanbieter MSCI hat entschieden, Bitcoin-Treasury-Unternehmen nicht aus seinen Benchmark-Indizes auszuschließen, wird aber neue Regeln implementieren, die die passive Nachfrage nach neu ausgegebenen Aktien begrenzen und Unternehmen wie MicroStrategy betreffen.

Gemischter Sieg für Bitcoin-Treasury-Firmen

Der große Indexanbieter MSCI hat angekündigt, dass er Bitcoin-Treasury-Unternehmen bei der Überprüfung im Februar 2026 nicht aus seinen Benchmark-Indizes ausschließen wird, was Firmen mit erheblichen Kryptowährungsreserven in ihren Bilanzen Erleichterung verschafft. Die Entscheidung kommt jedoch mit bedeutenden neuen Einschränkungen, die ihre Fähigkeit zur Kapitalbeschaffung für zusätzliche Bitcoin-Käufe begrenzen könnten [1][2].

Die Ankündigung beendet wochenlange Unsicherheit für Investoren in Unternehmen wie MicroStrategy, dem weltweit größten Bitcoin-Treasury-Unternehmen, dessen Aktie in wichtigen Indizes wie dem Nasdaq-100, MSCI USA und MSCI World enthalten ist [1].

Ursprünglicher Ausschlussvorschlag

MSCI hatte im Oktober zunächst vorgeschlagen, Treasury-Firmen auszuschließen, deren Bilanzen zu mehr als 50 Prozent aus Kryptowährungsvermögen bestehen, eine Schwelle, die MicroStrategy eindeutig disqualifiziert hätte [1]. Potenzielle Kapitalabflüsse durch einen solchen Ausschluss wurden auf bis zu 2,8 Milliarden Dollar geschätzt, da passive Exchange Traded Funds, die diese Indizes nachbilden, gezwungen gewesen wären, ihre Bestände zu veräußern [1].

MicroStrategy-Gründer Michael Saylor hatte sich aktiv gegen den drohenden Ausschluss gewehrt und argumentiert, dass die Beschränkung passiver Indexinvestitionen in Bitcoin heute vergleichbar wäre mit der Beschränkung von Investitionen in Öl und Ölplattformen in den 1900er Jahren, Frequenzen und Mobilfunktürme in den 1980er Jahren oder Computing und Rechenzentren in den 2000er Jahren [1].

Neue Regeln schaffen andere Herausforderung

Obwohl MSCI einen vollständigen Ausschluss vermieden hat, führte das Unternehmen neue Regeln ein, die grundlegend verändern werden, wie Bitcoin-Treasury-Unternehmen von der Indexaufnahme profitieren. Der Indexanbieter kündigte an, dass er die Indexgewichtungen nicht mehr anpassen wird, um neu ausgegebene Aktien zu berücksichtigen [2].

Bisher waren passive Fonds, die MSCI-Indizes nachbilden, verpflichtet, einen Teil dieser Aktien zu kaufen, wenn Unternehmen wie MicroStrategy neues Eigenkapital ausgaben, um Kapital für Bitcoin-Käufe zu beschaffen, was eine stetige Nachfrage erzeugte. Unter den neuen Regeln entfällt dieser automatische Kauf, was eine wichtige Quelle passiver Nachfrage reduziert [2].

Analyst Crypto Rover bezeichnete die Ankündigung als irreführend und wies darauf hin, dass MicroStrategy 2025 neue Aktien im Wert von über 15 Milliarden Dollar ausgegeben hat. Er warnte, dass das Unternehmen bei ähnlichen Kapitalerhöhungen im Jahr 2026 einem "brutalen Absturz aufgrund fehlender passiver Käufe" gegenüberstehen könnte [2].

Marktreaktion und zukünftige Unsicherheit

MicroStrategy feierte die Entscheidung in einem Social-Media-Beitrag und nannte sie "ein starkes Ergebnis für neutrale Indexierung und wirtschaftliche Realität" und dankte Investoren und der Bitcoin-Community [1]. Die Aktie des Unternehmens stieg im vorbörslichen Handel um 3,9 Prozent auf 164 Dollar, liegt aber immer noch fast 60 Prozent unter dem Niveau von vor einem Jahr [1]. Allerdings fiel die Aktie anschließend um 4,10 Prozent, nachdem die vollständigen Details der Ankündigung bekannt wurden [2].

Bitcoin selbst fiel um 1,9 Prozent auf 91.600 Dollar [1] und später am Mittwoch um 2,30 Prozent auf ein Intraday-Tief nahe 91.550 Dollar, trotz der MSCI-Nachricht und gemeldeter Whale-Akkumulation von 280 Millionen Dollar in Bitcoin [2].

Tür nicht vollständig geschlossen

Die Frage der Bitcoin-Treasury-Unternehmen in großen Indizes ist möglicherweise nicht dauerhaft gelöst. MSCI erklärte, dass es "beabsichtigt, eine umfassendere Konsultation zur Behandlung von nicht-operativen Unternehmen im Allgemeinen durchzuführen", und wies darauf hin, dass sein grundlegendes Ziel darin besteht, die Performance von operativen Unternehmen zu messen und Firmen auszuschließen, deren Hauptaktivitäten investitionsorientiert sind [1].

Diese breitere Überprüfung deutet darauf hin, dass Bitcoin-Treasury-Firmen in der Zukunft immer noch Ausschluss-Herausforderungen gegenüberstehen könnten, während MSCI seinen Ansatz für Unternehmen verfeinert, die eher als Anlagevehikel denn als traditionelle operative Unternehmen fungieren.

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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