MSCI macht Rückzieher und belässt Bitcoin-Treasury-Unternehmen in globalen Indizes

MSCI macht Rückzieher und belässt Bitcoin-Treasury-Unternehmen in globalen Indizes

Der globale Indexanbieter MSCI hat entschieden, digitale Asset-Treasury-Unternehmen nicht aus seinen führenden Indizes auszuschließen, was Unternehmen wie Strategy, die erhebliche Bitcoin-Reserven in ihren Bilanzen halten, Erleichterung verschafft.

Indexanbieter stoppt geplanten Ausschluss

MSCI Inc. hat seine Überprüfung von Digital Asset Treasury Companies (DATCOs) abgeschlossen und entschieden, diese nicht aus seinen globalen Aktienindizes auszuschließen, womit Markterwartungen revidiert wurden, die monatelang auf Bitcoin-fokussierten Unternehmen lasteten [1][2].

Der Indexanbieter bestätigte, dass bereits in MSCI-Indizes enthaltene Unternehmen weiterhin enthalten bleiben, solange sie die bestehenden Zulassungskriterien erfüllen [2]. Die Entscheidung bedeutet, dass Unternehmen wie Strategy ihre Positionen in wichtigen Benchmarks wie dem MSCI World, MSCI ACWI und MSCI USA behalten werden [1].

Hintergrund der Kontroverse

MSCI kündigte erstmals am 10. Oktober an, zu prüfen, ob börsennotierte Unternehmen, deren Bilanzen zu mehr als 50% aus Kryptowährungen bestehen, aus seinen Indizes entfernt werden sollten [1]. Der Vorschlag hätte diese Firmen faktisch als fondsähnliche Einheiten und nicht als operative Unternehmen klassifiziert, was sie für die Aufnahme in Kernindizes nicht mehr qualifiziert hätte [2].

Die Ankündigung löste erhebliche Besorgnis an den Finanzmärkten aus. Eine Researchnote von JPMorgan lenkte besondere Aufmerksamkeit auf das Thema, indem sie den potenziellen Verkaufsdruck auf die Aktie von Strategy berechnete, falls der Ausschluss durchgeführt würde [1]. Analysten hatten eine potenzielle Kapitalflucht von bis zu 2,8 Milliarden Dollar allein aus Strategy prognostiziert, wobei umfassendere Schätzungen erzwungener Verkäufe bei Crypto-Treasuries deutlich höher lagen [2].

Widerstand der Branche

Strategy, das größte börsennotierte Bitcoin-Treasury-Unternehmen, verteidigte sich energisch gegen den Vorschlag. Das Unternehmen reichte ein offenes Schreiben beim MSCI Equity Index Committee ein, in dem es argumentierte, dass DATCOs operative Unternehmen und keine passiven Fonds seien und nicht allein aufgrund ihrer Bitcoin-Bestände beurteilt werden sollten [2]. Strategy bezeichnete den Vorschlag als "fehlgeleitet", "willkürlich" und warnte, er könne die Indexneutralität destabilisieren [2].

Das Unternehmen merkte auch an, dass der Ausschluss im Widerspruch zur Vision der kryptofreundlichen Trump-Administration stehen würde [1]. Matt Cole, CEO des Strategy-Konkurrenten Strive, reichte ebenfalls schriftliche Einwände beim Indexanbieter ein [1].

Branchenkoalitionen wie Bitcoin For Corporations mobilisierten Unterstützung und bezeichneten den Schritt als diskriminierend und warnten vor umfassenderen Marktverwerfungen [2].

Begründung von MSCI

In seiner Ankündigung räumte MSCI ein, Rückmeldungen von institutionellen Investoren erhalten zu haben, die Bedenken äußerten, dass einige Digital Asset Treasury Companies Investmentfonds ähneln, die typischerweise von seinen Indizes ausgeschlossen sind [2]. Der Indexanbieter erklärte jedoch, dass die Unterscheidung zwischen investmentorientierten Einheiten und operativen Unternehmen, die digitale Assets als Teil ihres Kerngeschäfts halten, weitere Recherchen und Marktinput erfordere [2].

MSCI gab an, eine umfassendere Konsultation zur Behandlung nicht-operativer Unternehmen zu planen, während Ausschlüsse, Hinzufügungen oder größenbedingte Änderungen für DATCOs in der Zwischenzeit aufgeschoben werden [2].

Marktreaktion

Die Entscheidung überraschte die Märkte, da die Prognoseplattform Polymarket vor der Ankündigung eine 77%ige Wahrscheinlichkeit für die Entfernung von Strategy aus den MSCI-Indizes bis Ende März anzeigte. Diese Wahrscheinlichkeit fiel nach der Nachricht auf nur 4% [1].

Die Aktien von Strategy sprangen im nachbörslichen Handel nach der Ankündigung um etwa 6% [1], wobei eine andere Quelle Gewinne von über 7% meldete [2]. Die Aktie blieb jedoch fast 50% unter ihrem Niveau vom 10. Oktober und war während des Zeitraums um mehr als 30% in Bitcoin-Begriffen gefallen [1].

Der offizielle Account von Strategy auf X beschrieb die Entscheidung als "ein starkes Ergebnis für neutrale Indexierung und wirtschaftliche Realität" und dankte Investoren und der Bitcoin-Community [1].

Das Unternehmen gab am Montag bekannt, in der Vorwoche 1.287 Bitcoin durch Aktienemission gekauft zu haben, womit sich die Gesamtbestände auf 673.783 BTC im Wert von etwa 63 Milliarden Dollar belaufen [1]. Bitcoin selbst verzeichnete nach der Ankündigung moderate Gewinne [1].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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