Staaten setzen auf Kryptowährungen zur Umgehung von Sanktionen, während Turkmenistan digitale Assets legalisiert

Staaten setzen auf Kryptowährungen zur Umgehung von Sanktionen, während Turkmenistan digitale Assets legalisiert

Turkmenistan hat Kryptowährungs-Mining und Exchanges unter strenger staatlicher Aufsicht legalisiert, während der Iran offen digitale Währungen für Waffenverkäufe akzeptiert – dies verdeutlicht die wachsende Rolle von Krypto bei der Umgehung internationaler Sanktionen.

Zwei bedeutende Entwicklungen verdeutlichen die sich wandelnde Beziehung zwischen staatlicher Kontrolle und der Einführung von Kryptowährungen, während Staaten versuchen, digitale Assets für wirtschaftliche und geopolitische Ziele zu nutzen und gleichzeitig die regulatorische Aufsicht aufrechtzuerhalten.

Turkmenistan schafft kontrolliertes Krypto-Rahmenwerk

Turkmenistan hat Kryptowährungs-Mining und Exchanges legalisiert, was einen bemerkenswerten politischen Kurswechsel für eine der abgeschlossensten Volkswirtschaften der Welt darstellt [1]. Präsident Serdar Berdimuhamedow unterzeichnete das Gesetz über virtuelle Assets, das am 1. Januar 2026 in Kraft trat, nachdem das Parlament die Gesetzgebung im November 2025 verabschiedet hatte [1].

Das neue Rahmenwerk unterstellt digitale Assets erstmals dem Zivilrecht und schafft ein Lizenzierungssystem für Miner, Exchanges und Custody-Dienste, das von der Zentralbank Turkmenistans beaufsichtigt wird [1]. Kryptowährungen werden jedoch nicht als gesetzliches Zahlungsmittel, Währung oder Wertpapiere anerkannt und können nicht zur Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen verwendet werden [1]. Das Gesetz definiert virtuelle Assets strikt als Eigentum oder Investitionsinstrumente [1].

Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen dürfen Kryptowährungen minen, aber alle Miner müssen sich bei der Zentralbank registrieren und technische Standards erfüllen [1]. Verdeckte Mining-Praktiken, einschließlich Cryptojacking, sind verboten [1]. Krypto-Exchanges und Custody-Anbieter dürfen mit Lizenzen operieren, wobei sowohl inländische als auch ausländische Unternehmen berechtigt sind, diese Dienste zu besitzen – ausgenommen sind Firmen mit Verbindungen zu Offshore-Jurisdiktionen [1].

Die Gesetzgebung verpflichtet Exchanges zur Durchsetzung von Know-Your-Customer- und Anti-Geldwäsche-Regeln, während anonyme Wallets und Transaktionen verboten sind [1]. Das Gesetz kategorisiert virtuelle Assets in besicherte und unbesicherte Typen, wobei besicherte Assets durch zugrunde liegendes Vermögen gedeckt sind und unbesicherte Assets Bitcoin und ähnliche Token umfassen [1].

Die Behörden erklärten, das Gesetz ziele darauf ab, die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen und ausländisches Kapital in ein Land zu locken, dessen Wirtschaft stark von Erdgasexporten abhängt, wobei China der Hauptabnehmer ist [1]. Die Aufsicht erstreckt sich über die Zentralbank hinaus auf das Ministerkabinett sowie das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, wobei die Regulierungsbehörden die Befugnis behalten, Lizenzen bei Verstößen auszusetzen oder zu widerrufen [1].

Iran akzeptiert Krypto für Militärausrüstungsverkäufe

In einer separaten Entwicklung, die die Rolle von Kryptowährungen bei der Umgehung von Sanktionen verdeutlicht, akzeptiert der Iran nun digitale Währungen für Waffenverkäufe [2]. Mindex, das Exportzentrum des iranischen Verteidigungsministeriums, führt Kryptowährungen auf seiner Website als akzeptierte Zahlungsmethode auf, neben iranischen Rial und Tauschgeschäften [2].

Die Website, die in mehreren Sprachen verfügbar ist, bietet Panzer, Kriegsschiffe, Flugzeuge, Munition und andere Militärausrüstung an, obwohl keine Preise angegeben sind [2]. Ein virtueller Chatbot führt potenzielle Kunden durch den Kaufprozess, und die Seite erklärt, dass Sanktionen kein Problem für die Vertragserfüllung darstellen [2].

Mindex gibt an, Kundenbeziehungen zu 35 Ländern zu unterhalten, und weist darauf hin, dass Käufer Bedingungen für die Verwendung von Waffen in Kriegszeiten akzeptieren müssen, obwohl diese Vereinbarungen verhandelbar sind [2]. Laut dem Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitut rangierte der Iran zwischen 2020 und 2024 als 18. größter Waffenexporteur weltweit [2].

Dies stellt offenbar den ersten bekannten Fall dar, in dem ein Staat öffentlich die Akzeptanz von Kryptowährungen als Zahlung für Militärausrüstung signalisiert [2].

Breiterer Trend zur Sanktionsumgehung

Das Beispiel der iranischen Waffenverkäufe fügt sich in ein größeres Muster sanktionierter Staaten ein, die sich Kryptowährungen zuwenden. Der russische Finanzminister Anton Siluanow erklärte im Dezember 2024, dass im Inland geschürftes Bitcoin von Unternehmen für den internationalen Handel verwendet würde, mit Plänen zur Ausweitung dieser Praxis [2].

Der russische Präsident Wladimir Putin betonte auf dem Investmentforum "Russia Calling!", dass die schwindende Dominanz des US-Dollars eine verstärkte Nutzung alternativer Instrumente bedeute, und erklärte: "Wer kann zum Beispiel die Verwendung von Bitcoin verbieten? Niemand" [2].

Reuters berichtete im März 2025 unter Berufung auf anonyme Quellen, dass Russland zunehmend Bitcoin und Stablecoins für Öltransaktionen mit Indien und China verwendet [2]. Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis berichtete Anfang 2025, dass Länder unter US-Sanktionen im Vorjahr digitale Assets im Wert von fast 16 Milliarden US-Dollar erhalten hätten [2].

Regionaler Kontext

Zentralasien hat sich als Testgebiet für Kryptowährungspolitik herauskristallisiert [1]. Kasachstan wurde nach Chinas Vorgehen gegen Krypto im Jahr 2021 zu einem wichtigen Bitcoin-Mining-Zentrum und kündigte Vorbereitungen zur Einrichtung eines nationalen Kryptowährungs-Reservefonds im Wert zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar an [1]. Pakistan startete 2025 eine nationale Behörde für virtuelle Assets [1].

Trotz der kryptofreundlichen Haltung der Trump-Administration setzen US-Behörden ihre Bemühungen fort, die Umgehung von Sanktionen durch digitale Assets zu verhindern, und gehen gegen russische Akteure und iranische Einrichtungen vor, die angeblich Kryptowährungen nutzen, um Ölverkäufe zu ermöglichen und Gelder außerhalb des formellen Bankensystems zu bewegen [2].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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