Niederlande führen Steuer auf unrealisierte Gewinne ein – Bitcoin-Besitzer betroffen

Das niederländische Parlament hat einer umfassenden Steuerreform zugestimmt, die ab 2028 auch unrealisierte Wertsteigerungen von Kryptowährungen besteuern soll.
Das niederländische Unterhaus (Tweede Kamer) hat am 12. Februar 2026 einer weitreichenden Reform der Vermögensbesteuerung zugestimmt. Ab dem geplanten Inkrafttreten zum 1. Januar 2028 sollen nicht mehr fiktive Renditen, sondern tatsächliche Wertsteigerungen besteuert werden – auch wenn diese noch nicht realisiert wurden [1].
Die Reform betrifft privates Anlagevermögen in der sogenannten Box 3, darunter Aktien, ETFs, Edelmetalle sowie Bitcoin und andere Kryptowährungen. Der Hintergrund: Das bisherige System besteuerte pauschal angenommene Erträge, was der niederländische Oberste Gerichtshof (Hoge Raad) mehrfach für rechtswidrig erklärte [1].
Besonders kritisch für Bitcoin-Halter ist das Liquiditätsproblem: Die Steuer entsteht am Bewertungsstichtag, wird aber erst Monate später fällig. Bei einem geschätzten Steuersatz von 36 Prozent könnte ein unrealisierter Wertzuwachs von 30.000 Euro eine Steuerlast von rund 10.800 Euro auslösen – ohne dass ein Verkauf stattgefunden hat. Fällt der Kurs anschließend, bleibt die Steuerforderung dennoch bestehen, was zu erzwungenen Verkäufen führen kann [1].
Der Gesetzesentwurf muss noch vom Senat (Eerste Kamer) gebilligt werden. Experten halten eine Zustimmung für wahrscheinlich, wobei Nachbesserungen möglich sind [1].
Quellen
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