Machtverschiebung im Krypto-Markt: Binance ernennt Co-CEO, während Wall Street in den Handel einsteigt

Machtverschiebung im Krypto-Markt: Binance ernennt Co-CEO, während Wall Street in den Handel einsteigt

Binance holt Mitgründerin Yi He in die Führungsspitze und stärkt damit indirekt CZs Einfluss. Gleichzeitig plant Charles Schwab den Einstieg in den Krypto-Handel und setzt etablierte Börsen unter Druck.

Binance ernennt Yi He zur Co-CEO

Binance vollzieht den größten Führungswechsel seit der Amtsübernahme von Richard Teng im Jahr 2023. Die Krypto-Börse hat ihre Mitgründerin Yi He zur Co-CEO ernannt, wie Richard Teng auf der Binance Blockchain Week in Dubai bekannt gab. Er begründete den Schritt mit dem rasanten Wachstum der Plattform: Binance stehe kurz vor 300 Millionen Nutzern und benötige eine erweiterte Führung [1].

Yi He arbeitet seit der Gründung 2017 an den Kernstrukturen von Binance und hat maßgeblich die Produktstrategie, den Kundenservice, die Marke und interne Abläufe geformt. Intern gilt sie bereits seit Jahren als entscheidende Machtfigur [1].

CZs Rückkehr ins Machtzentrum

Die Ernennung verschiebt das Machtzentrum deutlich zurück in das unmittelbare Umfeld von Changpeng "CZ" Zhao, der formell nicht mehr die Führung innehat. Kurz nach der Verkündung kommentierte CZ auf X: "Yi He hätte von Tag 1 CEO sein sollen." [1] Yi He ist seine langjährige Geschäfts- und Lebenspartnerin, beide arbeiten seit über einem Jahrzehnt eng zusammen [1].

Nach seiner Begnadigung durch Präsident Trump ist das größte politische Hindernis weggefallen, das CZ von jeder Führungsrolle ferngehalten hatte. Seine Rückkehr ins informelle Machtgefüge durch Yi Hes Ernennung gilt damit als faktisch abgeschlossen [1].

Governance-Fragen bleiben offen

Trotz der formell klaren Rollenverteilung bleibt unklar, wer die wichtigen strategischen Entscheidungen bei Binance trifft. Die Führung des Unternehmens wirkt weiter stark personalisiert und schwer durchschaubar [1]. Die Ernennung erfolgt zudem in einer Phase, in der Binance regulatorisch unter Druck steht, global aber weiter expandiert [1].

Charles Schwab greift etablierte Krypto-Börsen an

Während Binance seine Führungsstruktur umgestaltet, steht die Branche vor einer neuen Herausforderung von der Wall Street. Charles Schwab, einer der größten Broker der USA mit über 12 Billionen US-Dollar verwaltetem Kundenvermögen, plant ab 2026 den direkten Handel von Bitcoin und Ethereum anzubieten [2].

Mit der Integration von Kryptowährungen in die bestehenden Handelsplattformen bringt Schwab digitale Assets in denselben Anlagekontext wie Aktien, Anleihen, ETFs und Rentenkonten. Millionen Schwab-Kunden, die bisher externe Börsen für ihre Krypto-Käufe nutzten, könnten ihre gesamten Anlageaktivitäten künftig unter einem einzigen Konto bündeln [2].

Preisdruck für Coinbase und Kraken

Für etablierte Krypto-Börsen wie Coinbase und Kraken entsteht unmittelbarer Wettbewerbsdruck. Schwab ist für seine Null-Kommissionspolitik bekannt und kann diese Preissetzung problemlos auch auf Kryptowährungen ausweiten. Während Krypto-Exchanges bei Retail-Kunden oft rund ein Prozent Gebühren verlangen, kann Schwab deutlich günstiger sein, da das Unternehmen seine Einnahmen über Zinsen, Vermögensverwaltung und Order Routing diversifiziert [2].

Die Entwicklungen zeigen eine zunehmende Konsolidierung des Krypto-Marktes: Während etablierte Börsen ihre Machtstrukturen neu ordnen, drängen traditionelle Finanzinstitute mit erheblichen Wettbewerbsvorteilen in den Markt.

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Crypto Exchanges and Market Consolidation

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