Putin: USA wollen größtes europäisches Atomkraftwerk für Bitcoin-Mining nutzen

Nach Aussagen des russischen Präsidenten streben die USA eine gemeinsame Verwaltung des besetzten Kernkraftwerks Saporischschja an, um dort Bitcoin-Mining zu betreiben. Die Ukraine und USA haben diese Darstellung bisher nicht offiziell bestätigt.
Kernkraftwerk Saporischschja im Zentrum der Friedensverhandlungen
Das Atomkraftwerk Saporischschja, Europas größtes Kernkraftwerk, könnte nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin künftig für Bitcoin-Mining genutzt werden. Putin äußerte sich am 24. Dezember bei einem Treffen wichtiger Wirtschaftsvertreter zu den laufenden Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA [1].
Das im Südosten der Ukraine nahe der Stadt Enerhodar am linken Ufer des Dnepr gelegene Kraftwerk lieferte vor dem Krieg rund 20 Prozent der ukrainischen Elektrizität [1]. Im März 2022, kurz nach Kriegsbeginn, übernahm das russische Militär die Kontrolle über die Anlage. Seit September 2022 sind alle sechs Reaktoren heruntergefahren [1].
Putins Vorwürfe gegen die USA
Laut einem Bericht des russischen Mediums Kommersant verkündete Putin, dass die US-Regierung in den Verhandlungen mit Russland den Wunsch geäußert habe, an der Verwaltung des Atomkraftwerks teilzuhaben [1]. Die USA würden demnach eine gemeinsame Verwaltung mit Russland anstreben – jedoch ohne Beteiligung der Ukraine [1].
Der Kreml-Chef behauptete, die US-Regierung setze sich zwar auch für Stromlieferungen an die Ukraine ein, sei jedoch vor allem daran interessiert, mit der Kernenergie aus Saporischschja "Krypto-Mining" zu betreiben [1]. Bei der Meldung handelt es sich bisher allerdings nur um Gerüchte [2].
Ukraine und USA reagieren zurückhaltend
Ukrainische Medien verurteilten Putins Äußerungen und bezeichneten sie als haltlose Behauptungen, die einen Keil zwischen die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten treiben sollen [1]. Von Seiten der USA wurden Gespräche über eine Verwaltung des Kraftwerks ohne die Ukraine bislang nicht offiziell bestätigt [1].
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass noch keine Einigung bezüglich des Kernkraftwerkes getroffen worden sei [1]. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die USA ein Modell vorgeschlagen hätten, das der Ukraine, Russland und den USA jeweils einen Anteil von 33 Prozent an der Verwaltung zuschreibe, wobei die Vereinigten Staaten die Leitung übernehmen würden [1]. Die Frontlinie in der Region Saporischschja würde demnach eingefroren, sodass das Gebiet unter russischer Kontrolle bliebe [1].
Wirtschaftliche Interessen der USA
Donald J. Trump hat wiederholt betont, dass amerikanische finanzielle und militärische Unterstützung mit wirtschaftlichen Interessen verknüpft sein solle, einschließlich des Zugangs zu kritischen Rohstoffen in der Ukraine wie seltenen Erden, die vorwiegend in russisch besetzten Gebieten abgebaut werden [1].
Nach Putins Darstellung könnte der amerikanische Anteil an der Energieerzeugung auch für Bitcoin-Mining genutzt werden [1]. Vor dem Hintergrund der von Präsident Trump angekündigten Pläne, eine nationale Bitcoin-Reserve aufzubauen und die USA zur führenden Bitcoin-Mining-Nation zu entwickeln, erscheint dieses Szenario durchaus denkbar [1]. Eine unabhängige Bestätigung dafür liegt jedoch bislang nicht vor [1].
Mögliche Auswirkungen
Ob eine etwaige Nutzung des Atomkraftwerks für Bitcoin-Mining tatsächlich in einen Friedensvertrag aufgenommen wird, ist noch unklar [2]. Unumstritten ist vor allem, dass über eine US-Beteiligung gesprochen wird; offen bleibt, in welcher Form und in welchem Umfang die Ukraine beteiligt sein soll [1].
Eine Erhöhung der Mining-Aktivitäten in Saporischschja könnte zu einer Erhöhung der Einnahmen für die lokale Wirtschaft führen, jedoch auch zu einer Erhöhung der Umweltbelastung und einer Abhängigkeit von ausländischen Investitionen [2].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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