Regulatorische Turbulenzen in den USA: Nexo erhält halbe Million Strafe, Clarity Act spaltet Krypto-Branche

Während Kalifornien den Lending-Dienst Nexo mit 500.000 US-Dollar Strafe belegt, sorgt der geplante Clarity Act für Unruhe an den Märkten. Coinbase und Circle verlieren deutlich an Wert.
Kalifornien verhängt Strafe gegen Nexo
Die kalifornische Finanzaufsicht DFPI (Department of Financial Protection and Innovation) hat die Krypto-Plattform Nexo mit einer Geldstrafe von 500.000 US-Dollar belegt [1]. Der Grund: Die Plattform soll zwischen 2018 und 2022 tausende nicht lizenzierte, krypto-besicherte Kredite an mindestens 5.456 Einwohner Kaliforniens vergeben haben [1].
Nach Angaben der Behörden verfügte Nexo Capital Inc. weder über die erforderliche staatliche Lizenz noch prüfte das Unternehmen die Rückzahlungsfähigkeit, bestehende Schulden oder die Bonität der Kreditnehmer [1]. Diese Verstöße wiegen besonders schwer, da sie grundlegende Verbraucherschutzstandards verletzen.
Weitreichende Konsequenzen für das Unternehmen
Neben der Geldstrafe muss Nexo innerhalb von 150 Tagen sämtliche Vermögenswerte kalifornischer Kunden auf eine lizenzierte US-Tochtergesellschaft übertragen [1]. Die Maßnahme trifft das Unternehmen zu einem besonders heiklen Zeitpunkt: Erst kürzlich hatte der Lending-Dienst signalisiert, nach seinem Rückzug im Jahr 2022 wieder in den US-Markt eintreten zu wollen [1].
Dies ist nicht die erste regulatorische Auseinandersetzung für Nexo. Bereits 2023 zahlte das Unternehmen insgesamt 45 Millionen US-Dollar an Vergleichszahlungen an die SEC und mehrere Bundesstaaten [1]. Die erneute Strafe dürfte die Ambitionen des Lending-Dienstes in den USA weiter erschweren [1].
Clarity Act sorgt für Marktturbulenzen
Während in Kalifornien Enforcement-Maßnahmen durchgesetzt werden, sorgt auf legislativer Ebene der geplante Clarity Act für Kontroversen. Der Gesetzesentwurf sollte eigentlich die Marktstruktur des Krypto-Marktes in den USA für die Zukunft einhegen [2]. Doch eine entscheidende Anhörung platzte in letzter Sekunde [2].
Wenige Stunden vor dem geplanten Termin entzog Coinbase-CEO Brian Armstrong dem Gesetzesentwurf öffentlich die Unterstützung [2]. "Wir wissen die harte Arbeit der Senatsmitglieder zu schätzen, die sich um ein parteiübergreifendes Ergebnis bemüht haben, aber diese Fassung wäre wesentlich schlechter als der Status quo", schrieb Armstrong auf X [2]. "Lieber gar kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz" [2].
Deutliche Kursverluste bei Krypto-Aktien
Der Dämpfer geht auch an Krypto-Aktien nicht spurlos vorbei. Insbesondere Coinbase ließ Federn [2]. Das an der Nasdaq unter dem Ticker COIN gelistete Wertpapier verlor seit dem Wochenhoch am Mittwoch knapp 9,0 Prozent an Wert und notierte zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei 239 US-Dollar [2].
Die ebenfalls in den USA gelistete Aktie von Circle (CRCL) verlor sogar 13 Prozent und notiert bei 76,60 US-Dollar [2]. Seit dem Allzeithoch steht damit ein Kursverlust von 70 Prozent zu Buche [2].
Circle wächst trotz Turbulenzen
Dennoch wächst Circle stabil. Das Unternehmen hat im dritten Quartal 2025 deutliche Zuwächse verzeichnet [2]. Wie die Circle Internet Group mitteilte, stieg die im Umlauf befindliche Menge des Stablecoins USDC auf 73,7 Milliarden US-Dollar [2]. Das entspricht einem Zuwachs von 108 Prozent gegenüber dem Vorjahr [2].
Die aktuellen Entwicklungen zeigen die anhaltende regulatorische Unsicherheit in den USA: Während Enforcement-Maßnahmen gegen einzelne Unternehmen fortgesetzt werden, bleibt die legislative Gestaltung eines klaren Rechtsrahmens umstritten.
Quellen
- [1]btc-echo.de
- [2]btc-echo.de
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