Widerstand gegen MSCI: Über 1.000 Unternehmen protestieren gegen Bitcoin-Treasury-Ausschluss

Widerstand gegen MSCI: Über 1.000 Unternehmen protestieren gegen Bitcoin-Treasury-Ausschluss

Eine Koalition aus mehr als 1.000 Unternehmen und Investoren, darunter Strategy und Strive Asset Management, wehrt sich gegen MSCIs geplanten Ausschluss von Bitcoin-Treasury-Unternehmen aus globalen Indizes. Parallel eskaliert eine Sammelklage gegen Solana und Pump.fun.

Breite Koalition formiert sich gegen MSCI-Indexänderung

Der Widerstand gegen die geplanten Indexänderungen des Anbieters MSCI nimmt deutlich zu. Wie die Initiative Bitcoin for Corporations am 16. Dezember 2025 mitteilte, haben sich inzwischen mehr als 1.000 Unternehmen und Investoren einer Koalition angeschlossen, die den vorgesehenen Ausschluss von Firmen mit Bitcoin-Treasuries aus den MSCI-Indizes ablehnt [1].

Die Gruppe wendet sich gegen MSCIs Vorschlag, börsennotierte operative Unternehmen aus den MSCI Global Investable Market Indizes auszuschließen, sobald digitale Vermögenswerte mindestens fünfzig Prozent der Bilanzsumme ausmachen und das Kerngeschäft als digitale Treasury-Aktivität eingestuft wird [1].

Prominente Unterzeichner mobilisieren

Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Strategy, das weltweit größte Bitcoin-Treasury-Unternehmen, gegründet von Michael Saylor, Strive Asset Management, mitgegründet von Vivek Ramaswamy, sowie Metaplanet, Japans führendes Bitcoin-Treasury-Unternehmen [1]. Darüber hinaus unterstützen Hunderte private und institutionelle Investoren die Initiative, die nach eigenen Angaben auf neutrale und marktabbildende Indexkriterien angewiesen sind [1].

Vorwurf der Diskriminierung

Bitcoin for Corporations kritisiert, die geplante Regel betreffe ausschließlich digitale Vermögenswerte, während Unternehmen mit hoher Konzentration auf Immobilien, Rohstoffe oder Bargeld weiterhin indexfähig blieben [1]. In einer Stellungnahme erklärte Managing Director George Mekhail, MSCI habe Unternehmen traditionell anhand ihrer operativen Tätigkeit definiert und nicht anhand einzelner Bilanzpositionen. Eine von Aktionären genehmigte Treasury-Strategie dürfe nicht zur Streichung aus globalen Aktienindizes führen [1].

Strategy bezeichnete den Vorschlag in seiner formellen Eingabe an MSCI als fehlgeleitet und sprach von einer diskriminierenden und willkürlichen Schwelle [1]. Digitale Treasury-Unternehmen seien operative Geschäftsmodelle und keine Investmentfonds [1]. Auch Strive Asset Management warnte in einem Schreiben an MSCI-CEO Henry Fernandez vor einem Verstoß gegen das Prinzip der Indexneutralität und möglichen Wettbewerbsnachteilen für US-Märkte [1].

Solana-Ökosystem vor Gericht

Parallel zu den Index-Auseinandersetzungen eskaliert ein Rechtsstreit um die Memecoin-Plattform Pump.fun vor dem Bezirksgericht für den Southern District of New York [2]. Eine am 22. Juli 2025 eingereichte konsolidierte Sammelklage beziffert die Verluste von Kleinanlegern auf 4 bis 5,5 Milliarden US-Dollar und erhebt neben wertpapierrechtlichen Vorwürfen erstmals Ansprüche nach dem RICO Act [2].

Die Kläger behaupten, Pump.fun habe unter dem Deckmantel eines Launchpads eine Struktur aufgebaut, die nach ihrer Darstellung gegen US-amerikanische Wertpapiergesetze und die Bestimmungen des RICO-Gesetzes verstoßt [2]. Der RICO Act findet in den USA nur Anwendung, wenn es um die Strafverfolgung organisierter Kriminalität geht [2].

Klage deutlich ausgeweitet

Die Klage wurde gegenüber der ursprünglichen Fassung vom 30. Januar 2025 deutlich ausgeweitet [2]. Neben der in London ansässigen Baton Corporation Ltd. und deren Mitgründern richtet sie sich nun auch gegen Solana Labs, die Solana Foundation sowie Führungspersonen wie Anatoly Yakovenko, Raj Gokal und Lily Liu [2].

Richterin Colleen McMahon entschied, dass die Kläger eine zweite geänderte Klageschrift einreichen dürfen [2]. Die Frist läuft am 19. Dezember 2025, Anträge auf Abweisung der Beklagten sind bis zum 23. Januar 2026 vorgesehen [2]. Der SOL-Kurs rutschte derweil um 0,5 Prozentpunkte in den vergangenen 24 Stunden auf aktuell 127 US-Dollar [2]. Im Vergleich zum Vormonat beträgt das Minus der siebtgrößten Kryptowährung rund zehn Prozent [2].

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Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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