Rhode Island schlägt Bitcoin-Steuerbefreiung vor, während die deutsche DZ Bank Krypto-Handelslizenz erhält

Rhode Island schlägt Bitcoin-Steuerbefreiung vor, während die deutsche DZ Bank Krypto-Handelslizenz erhält

Gesetzgeber in Rhode Island haben erneut einen Gesetzentwurf eingebracht, um kleine Bitcoin-Transaktionen von staatlichen Steuern zu befreien, während Deutschlands zweitgrößte Bank die regulatorische Genehmigung für landesweite Krypto-Handelsdienstleistungen erhält.

Zwei bedeutende regulatorische Entwicklungen prägen die Kryptowährungslandschaft auf beiden Seiten des Atlantiks: Während US-amerikanische Staatsparlamentarier Steuererleichterungen für Bitcoin-Nutzer anstreben, erweitern europäische Banken ihre digitalen Asset-Dienstleistungen im Rahmen neuer kontinentaler Vorschriften.

Rhode Islands Steuerbefreiungsinitiative

Gesetzgeber in Rhode Island haben zum zweiten Jahr in Folge einen Gesetzentwurf vorgelegt, der bescheidene Bitcoin-Transaktionen vorübergehend von staatlichen Einkommenssteuern befreien würde. Der am 9. Januar von Senator Peter A. Appollonio eingebrachte Gesetzentwurf S2021 würde es Einwohnern und in Rhode Island ansässigen Unternehmen ermöglichen, qualifizierte Bitcoin-Transaktionen von staatlichen Einkommens- und Kapitalertragssteuern auszunehmen [1].

Die vorgeschlagene Befreiung legt eine monatliche Obergrenze von 5.000 US-Dollar und ein jährliches Limit von 20.000 US-Dollar für steuerfreie Bitcoin-Transaktionen fest [1]. Der Gesetzentwurf definiert Bitcoin ausdrücklich als eine digitale, dezentralisierte Währung auf Basis der Blockchain-Technologie und gilt sowohl für einzelne Einwohner als auch für Unternehmen, die hauptsächlich innerhalb des Bundesstaates tätig sind [1].

Gemäß dem Vorschlag würden Steuerzahler ihre Berechtigung in den jährlichen Steuererklärungen selbst bescheinigen, ohne einzelne Transaktionen zu melden, müssen jedoch Aufzeichnungen führen, die die Einhaltung der jährlichen Grenzen belegen. Diese Aufzeichnungen wären nur erforderlich, wenn der Staat sie im Rahmen einer Prüfung anfordert [1].

Das Rhode Island Department of Business Regulation würde beauftragt, verständliche Richtlinien zu akzeptablen Aufzeichnungspraktiken und Bewertungsmethoden herauszugeben und öffentlich verfügbare Bitcoin-Preisindizes zu verwenden, um den Marktwert zum Transaktionszeitpunkt zu ermitteln [1].

Bemerkenswert ist, dass die Befreiung ein eingebautes Ablaufdatum trägt. Falls verabschiedet, würde sie am 1. Januar 2027 in Kraft treten und am 1. Januar 2028 auslaufen, es sei denn, die Generalversammlung verlängert oder ändert sie nach Überprüfung der fiskalischen und wirtschaftlichen Auswirkungen [1]. Die Gesetzgeber haben die Maßnahme als praktisches Programm charakterisiert, das digitales Geld bei alltäglichen Transaktionen eher wie traditionelle Währung als wie spekulative Investitionen behandeln soll [1].

Deutschlands Bankensektor setzt auf MiCAR

Auf der anderen Seite des Atlantiks hat Deutschlands zweitgrößte Bank, die DZ Bank, eine Genehmigung im Rahmen der Markets in Crypto-Assets Regulation der Europäischen Union erhalten, die den Start des Kryptowährungs-Handels für Privatkunden im gesamten deutschen Genossenschaftsbanken-Netzwerk ermöglicht [2].

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, bekannt als BaFin, erteilte die MiCAR-Lizenz Ende Dezember [2]. Diese Genehmigung ermöglicht es der DZ Bank, "meinKrypto" einzuführen, eine Handelsplattform für digitale Assets, die für Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken, dem deutschen Genossenschaftsbanken-Netzwerk, konzipiert wurde [2].

Die Plattform wird sowohl als Wallet als auch als Handelsschnittstelle für selbstgesteuerte Anleger fungieren und zunächst Bitcoin und andere Kryptowährungen unterstützen, wobei nach regulatorischer Prüfung möglicherweise später weitere Assets hinzugefügt werden [2]. Jede Genossenschaftsbank muss ihre eigene MiCAR-Meldung bei der BaFin einreichen, bevor sie den Service für Kunden aktiviert [2].

Die Umsetzung erfolgt nach einem dezentralen Ansatz, bei dem jede Genossenschaftsbank unabhängig entscheidet, ob sie Krypto-Handel anbietet, basierend auf individueller Strategie und Risikobewertung [2]. Kunden können digitale Assets kaufen, verkaufen und halten, ohne externe Exchanges zu nutzen, wobei alle Aktivitäten innerhalb des regulierten Bankensystems bleiben [2].

Die technische Infrastruktur wurde von Atruvia, dem IT-Dienstleister der genossenschaftlichen Finanzgruppe, in Partnerschaft mit der DZ Bank entwickelt, während Stuttgart Digital Exchange Custody-Dienstleistungen gemäß deutschen und EU-Regulierungsstandards bereitstellen wird [2].

Eine Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken vom September 2025 ergab, dass 71% der Volksbanken und Raiffeisenbanken Krypto-Dienstleistungen in Erwägung ziehen, gegenüber 54% im Vorjahr, wobei etwa ein Drittel plant, innerhalb von fünf Monaten Angebote zu starten [2].

In einer damit verbundenen Entwicklung gab die DZ Bank diese Woche bekannt, dass sie Qivalis beigetreten ist, einem europäischen Konsortium aus elf Banken, das einen regulierten, auf Euro lautenden Stablecoin entwickelt, dessen Einführung für die zweite Hälfte 2026 angestrebt wird [2].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Regulierung

Artikel teilen

Verwandte Artikel