Solana dominiert Blockchain-Nutzung 2025 – Ethereum kämpft mit Identitätskrise

Solana dominiert Blockchain-Nutzung 2025 – Ethereum kämpft mit Identitätskrise

Während Solana mit 23 Milliarden Transaktionen das Nutzungs-Ranking anführt, stellt Ethereum-Gründer Vitalik Buterin eine unbequeme Frage: Hat die Community die ursprüngliche Vision verloren?

Solana führt mit massivem Vorsprung

Das Jahr 2025 offenbart eine überraschende Rangfolge bei der tatsächlichen Blockchain-Nutzung: Solana dominiert das Feld mit 23,01 Milliarden Transaktionen und lässt damit alle Konkurrenten weit hinter sich [2]. Die BNB Chain folgt mit 3,89 Milliarden Transaktionen auf dem zweiten Platz, während die Ethereum-Layer-2-Lösung Base mit 3,29 Milliarden den dritten Rang belegt [2].

Tron und NEAR Protocol komplettieren die Top 5 mit 3,22 Milliarden beziehungsweise 1,89 Milliarden Transaktionen [2]. Auffällig: Weder Bitcoin noch Ethereum selbst finden sich unter den meistgenutzten Blockchains des Jahres.

Memecoins und Stablecoins treiben Nutzung

Trotz der zunehmenden institutionellen Adoption wird das Transaktionsvolumen weiterhin von Privatanleger-Anwendungen dominiert, insbesondere auf Blockchains mit niedrigen Gebühren und hohem Durchsatz [2]. Solanas Erfolg basiert maßgeblich auf dem Memecoin-Boom rund um Token wie $TRUMP und $LIBRA [2].

Base profitierte hingegen von der Kundenbasis der Exchange Coinbase und verzeichnete ein explosives Wachstum: Die Protokolleinnahmen stiegen um das 30-fache und machten 62 Prozent der gesamten Layer-2-Einnahmen aus [2].

Trons Position erklärt sich durch seine Rolle als bevorzugte Plattform für den führenden Stablecoin USDT von Tether. Mehr als die Hälfte aller im Umlauf befindlichen USDT wurden auf der Blockchain von Gründer Justin Sun ausgegeben [2]. NEAR Protocol meldete im Mai etwa 46 Millionen Nutzer und spielte 2025 eine wichtige Rolle in der Privacy-Debatte durch die Integration der Zashi-Wallet in sein Intents-System [2].

Buterins unbequeme Mahnung

In diesem Kontext veröffentlichte Ethereum-Gründer Vitalik Buterin eine Neujahrsbotschaft, die wie eine Abrechnung mit der aktuellen Entwicklung klingt. Er erinnerte die Community daran, dass Ethereum ursprünglich als "Weltcomputer" konzipiert wurde – eine Infrastruktur für ein freies, offenes Internet mit Anwendungen, die ohne Zensur, Betrug oder zentrale Eingriffe funktionieren [1].

Der "Walkaway Test" als Maßstab

Besonders interessant ist Buterins Konzept des "Walkaway Test": Eine Anwendung sei nur dann wirklich dezentral, wenn sie weiterläuft, selbst wenn die ursprünglichen Entwickler verschwinden [1]. Keine Notfall-Keys, keine Wartungspausen, keine Discord-Ankündigungen. "Wenn du weggehst und alles bricht zusammen, dann war es nie dezentral. Dann war es nur ein Startup mit Blockchain-Branding", so die Argumentation [1].

Ethereum solle, so Buterins Anspruch, als Basisinfrastruktur für Dinge dienen, die niemand einfach abschalten kann – wegen Politik, Insolvenz, Ideologie oder Laune [1]. Dies sei "kein Bullcase", sondern "ein Werte-Statement" [1].

Technischer Fortschritt trifft auf stagnierende Preise

Die Mahnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ethereum technisch gut aufgestellt ist: Pectra, Fusaka, verbesserte Skalierung, bessere Wallet-Usability, günstigere Gebühren und ein klarer Rollup-Fokus [1]. Dennoch dümpelt der Preis seit Monaten [1].

Buterin stellt eine grundsätzliche Frage: Während der Markt fragt "Warum pumpt Ethereum nicht?", sollte die eigentliche Frage lauten "Was genau bauen wir hier eigentlich?" [1]. Die Industrie habe gelernt, Narrative zu handeln und Zyklen zu deuten, aber verlernt, Produkte zu bauen, die man einfach benutzt – ohne Erklärung, ohne Hoffnung auf Airdrops [1].

Die aktuellen Nutzungszahlen scheinen Buterins Sorge zu bestätigen: Ethereum sollte ein Weltcomputer sein, doch die meisten wollten "halt einen Spielautomaten" [1].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Marktanalyse

Artikel teilen

Verwandte Artikel