Strategys verlangsamte Bitcoin-Käufe signalisieren veränderte Marktdynamik bei schwächelnder US-Nachfrage

Strategys jüngste Bitcoin-Akquisition im Wert von 264 Millionen Dollar markiert eine deutliche Verlangsamung gegenüber den Käufen Anfang Januar, während die Coinbase-Prämie 12-Monats-Tiefststände erreicht – eine besorgniserregende Divergenz zwischen unternehmerischen Akkumulationsstrategien und schwächelnder US-amerikanischer Retail- und institutioneller Nachfrage wird sichtbar.
Strategys abkühlender Appetit spiegelt breitere Marktschwäche wider
Michael Saylors Strategy hat weitere 2.932 BTC für 264 Millionen Dollar erworben, doch die deutlich geringere Größe dieser Akquisition im Vergleich zu früheren Januar-Käufen offenbart mehr als nur routinemäßiges Dollar-Cost-Averaging. Dieser Kauf, ausgeführt zu einem Durchschnittspreis von 90.061 Dollar pro Coin, während Bitcoin unter 87.000 Dollar fiel, stellt den dritten aufeinanderfolgenden wöchentlichen Kauf des Unternehmens in diesem Monat dar – ist jedoch der kleinste der drei und erreicht weniger als ein Achtel der Größe des Kaufs der vergangenen Woche über 22.305 BTC [1][3]. Die abnehmenden Kaufvolumina fallen mit sich verschlechternden Marktbedingungen zusammen, darunter die Coinbase-Prämie, die 12-Monats-Tiefststände erreicht, und Abflüsse von über 1,72 Milliarden Dollar aus US-basierten Spot-Bitcoin-ETFs in nur fünf Tagen [2]. Zusammengenommen zeichnen diese Datenpunkte das Bild eines Marktes, der erheblichem Gegenwind ausgesetzt ist, wo selbst der weltweit prominenteste unternehmerische Bitcoin-Käufer offenbar mit erhöhter Vorsicht vorgeht.
Die Fakten
Strategy gab seine jüngste Bitcoin-Akquisition durch eine Einreichung bei der US Securities and Exchange Commission am Montag bekannt und bestätigte den Kauf von 2.932 BTC zwischen dem 20. und 25. Januar für etwa 264,1 Millionen Dollar zu einem Durchschnittspreis von 90.061 Dollar pro Coin [1][3]. Dies bringt die Gesamtbestände des Unternehmens auf 712.647 BTC, was etwa 3,4% von Bitcoins fixem Angebot von 21 Millionen entspricht, erworben für insgesamt 54,19 Milliarden Dollar zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von 76.037 Dollar pro Bitcoin [1][3].
Das Unternehmen finanzierte diese Akquisition hauptsächlich durch sein At-the-Market (ATM)-Angebotsprogramm und verkaufte etwa 1,57 Millionen Aktien seiner Stammaktien der Klasse A (MSTR) für 257 Millionen Dollar Nettoerlös sowie zusätzlich 70.201 Aktien der Series A Perpetual Preferred Stock (STRC), die 7 Millionen Dollar generierten [1][3]. Strategy verfügt weiterhin über erhebliche Kapazitäten für zukünftige Kapitalerhöhungen, mit etwa 8,17 Milliarden Dollar, die im Rahmen seines Stammaktien-ATM-Programms verfügbar sind, sowie mehreren Vorzugsaktien-Programmen mit einem kollektiven Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar für potenzielle zukünftige Emissionen [3].
Während Strategys Januar-Käufe insgesamt aggressiv waren – insgesamt etwa 40.100 BTC in diesem Monat und damit mehr als die kombinierte Summe von August bis Dezember 2024 – ist der sequentielle Rückgang der Kaufvolumina bemerkenswert [1]. Das Unternehmen erwarb 13.627 BTC in der ersten Januarwoche, gefolgt von 22.305 BTC in der folgenden Woche, bevor es beim jüngsten Kauf auf nur 2.932 BTC zurückging [1].
Dieses Kaufmuster entsteht vor dem Hintergrund sich verschlechternder Marktbedingungen. Der Coinbase Premium Index, der die Preisdifferenz zwischen BTC auf Coinbase im Vergleich zu Binance misst, ist seit über fünf Wochen negativ und erreichte kürzlich -0,17, den niedrigsten Stand seit 12 Monaten [2]. "Die Coinbase-Prämie fällt weiterhin stark und weitet sich aus, was auf einen deutlich stärkeren BTC-Verkaufsdruck auf Coinbase im Vergleich zu anderen Exchanges hinweist", erklärte der Derivate-Datenanbieter CoinGlass [2]. Der CryptoQuant-Analyst TeddyVision stellte fest, dass die Prämie "klar unter null liegt und anhaltenden Verkaufsdruck aus US-Spot-Flows zeigt", und warnte, dass "das Aufwärtspotenzial fragil bleibt, bis sich die Prämie stabilisiert und positiv wird" [2].
Der erfahrene Trader Peter Brandt identifizierte ein bärisches technisches Muster und erklärte: "Noch ein weiteres Verkaufssignal bei Bitcoin, da ein Bärenkanal abgeschlossen wurde" [2]. Seine Analyse deutet auf ein gemessenes Abwärtsziel von 66.800 Dollar hin – was einen potenziellen Rückgang von 22% gegenüber den aktuellen Niveaus darstellt – es sei denn, Bitcoin erobert 93.000 Dollar als Unterstützung zurück [2]. Zum Zeitpunkt der Berichte wurden Strategys MSTR-Aktien bei etwa 163 Dollar gehandelt, 12% niedriger als die Januar-Höchststände von 185 Dollar [1].
Analyse & Kontext
Strategys sich entwickelndes Kaufverhalten offenbart eine kritische Verschiebung in der Marktdynamik, die weit über die Treasury-Operationen eines Unternehmens hinausgeht. Die dramatische Verlangsamung von 22.305 BTC auf 2.932 BTC in aufeinanderfolgenden Wochen – trotz des Bitcoin-Preisrückgangs, der theoretisch besseren Wert bietet – deutet entweder auf Kapitalengpässe, strategische Neupositionierung oder eine vorsichtigere Bewertung der kurzfristigen Marktbedingungen hin. Da Strategy über mehr als 8 Milliarden Dollar verfügbare ATM-Kapazität verfügt, liegt das Problem wahrscheinlich nicht im Zugang zu Kapital, sondern vielmehr in einer kalkulierten Reaktion auf sich verschlechternde Marktstimmung.
Die gleichzeitige Schwächung der Coinbase-Prämie ist besonders bedeutsam. Historisch gesehen gingen anhaltende negative Coinbase-Premium-Werte bedeutenden Preiskorrekturen voraus. Als der Index zwischen Dezember 2024 und Anfang Januar 2025 überwiegend negativ blieb, erlebte Bitcoin einen Rückgang von 18% [2]. Ein ähnliches Muster zwischen Februar und April 2025 ging einem Drawdown von 32% von Bitcoins Allzeithoch von 109.000 Dollar auf 74.500 Dollar voraus [2]. Die aktuelle fünfwöchige Phase negativer Premium-Werte, kombiniert mit massiven ETF-Abflüssen von über 1,7 Milliarden Dollar, zeigt, dass die US-institutionelle und Retail-Nachfrage – die Bitcoins Aufstieg auf sechsstellige Werte antrieb – sich materiell abgeschwächt hat.
Strategys Position wird komplexer, wenn man die nicht realisierten Gewinne von etwa 8,3 Milliarden Dollar auf seine Bitcoin-Bestände berücksichtigt [3]. Obwohl beeindruckend, stehen diese Buchgewinne unter zweiseitigem Druck: Sinkende Bitcoin-Preise erodieren die Gewinne selbst, während fallende MSTR-Aktienkurse (12% niedriger als Januar-Höchststände) zukünftige durch Eigenkapital finanzierte Käufe für bestehende Aktionäre verwässernder machen. Die kürzliche Entlastung des Unternehmens von einer potenziellen MSCI-Index-Exklusion beseitigt eine Quelle für erzwungenen Verkaufsdruck [3], kann jedoch die grundlegende Herausforderung der schwächelnden Nachfrage aus dem US-Markt, der historisch Bitcoins Preisfindung antrieb, nicht adressieren.
Das vom erfahrenen Trader Peter Brandt identifizierte technische Setup mit Ziel 66.800 Dollar deckt sich mit früheren Zyklushochs von 2021 und 2024 und deutet auf einen möglichen Test wichtiger Unterstützungszonen hin. Sollte sich dieses Szenario materialisieren, stünde Strategy vor einem kritischen Entscheidungspunkt: Käufe zu deutlich niedrigeren Preisen trotz erhöhter Verwässerungsbedenken der Aktionäre beschleunigen oder die Kaufaktivität genau dann reduzieren, wenn die Dollar-Cost-Averaging-Strategie theoretisch am effektivsten sein sollte.
Wichtigste Erkenntnisse
• Strategys Bitcoin-Kaufvolumen fiel dramatisch von 22.305 BTC auf 2.932 BTC in aufeinanderfolgenden Wochen trotz fallender Preise, was auf erhöhte Vorsicht oder Kapitalengpässe hindeutet statt aggressiver Akkumulation während der Schwäche
• Die Coinbase-Prämie erreicht 12-Monats-Tiefststände und bleibt seit fünf aufeinanderfolgenden Wochen negativ, signalisiert anhaltenden US-Verkaufsdruck, historisch ein Vorbote bedeutender Bitcoin-Preiskorrekturen von 18-32%
• Kombinierte Abflüsse von über 3,4 Milliarden Dollar aus Spot-Bitcoin-ETFs und Krypto-Investmentprodukten in der vergangenen Woche deuten auf sich verschlechternde institutionelle Nachfrage hin und entfernen eine wichtige Stütze für Bitcoins Preis
• Strategy kontrolliert nun 3,4% von Bitcoins Gesamtangebot mit 8,3 Milliarden Dollar nicht realisierten Gewinnen, steht jedoch unter zunehmendem Druck durch sowohl sinkende Bitcoin-Preise als auch fallende MSTR-Aktienkurse, die zukünftige Käufe verwässernder machen
• Technische Analysen deuten darauf hin, dass Bitcoin die Unterstützungszone von 66.800-80.000 Dollar testen könnte – ein potenzieller Rückgang von 22% – es sei denn, der Preis erobert 93.000 Dollar zurück, was einen kritischen Wendepunkt für Strategys laufende Akkumulationsstrategie schafft
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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