Studie: Bitcoin-Netzwerk hochgradig resistent gegen zufällige Kabelausfälle, jedoch anfällig für gezielte Angriffe

Studie: Bitcoin-Netzwerk hochgradig resistent gegen zufällige Kabelausfälle, jedoch anfällig für gezielte Angriffe

Eine Cambridge-Forschungsstudie kommt zu dem Schluss, dass über 70 % der weltweiten Unterseekabel ausfallen müssten, um Bitcoin nennenswert zu beeinträchtigen – strategische Angriffe auf Kabel-Engpässe stellen jedoch eine weitaus größere Bedrohung dar.

Eine neue akademische Studie des Cambridge Centre for Alternative Finance hat die Widerstandsfähigkeit von Bitcoin gegenüber Unterseekabelausfällen bewertet und kommt zu dem Ergebnis, dass das Netzwerk unter den meisten Störungsszenarien überraschend robust ist – bei gezielten und absichtlichen Angriffen jedoch deutlich verwundbarer wird [1].

Die Forscher Wenbin Wu und Alexander Neumueller analysierten P2P-Netzwerkdaten aus dem Zeitraum 2014 bis 2025 sowie 68 bestätigte Kabelfehler-Ereignisse. Ihre Erkenntnisse zeigen, dass zwischen 72 % und 92 % aller internationalen Unterseekabel gleichzeitig ausfallen müssten, bevor mehr als 10 % der Bitcoin-Nodes ihre Konnektivität verlieren [1].

Das Bild verändert sich jedoch erheblich, wenn Angreifer sich auf kritische Kabel-Engpässe konzentrieren. Die Studie beschreibt eine solche gezielte Störung als „um eine Größenordnung effektiver", wobei lediglich 5 % bis 20 % der Kabel ausfallen müssten, um vergleichbaren Schaden anzurichten [1].

Die Forschungsarbeit hebt zudem hervor, dass Tor-Routing – das derzeit zur Anonymisierung von rund 64 % der Bitcoin-Nodes eingesetzt wird – die Netzwerkresilienz tatsächlich stärkt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Tor-Relay-Infrastruktur in europäischen Ländern konzentriert ist, die über besonders redundante Kabelverbindungen verfügen [1].

Von den 68 untersuchten historischen Ausfallereignissen führten 87 % zu einer Reduzierung der aktiven Nodes um weniger als 5 %, und Kabelausfälle zeigten praktisch keine Korrelation mit Bitcoin-Preisbewegungen [1].

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