Traditionelle Finanzgiganten beschleunigen Blockchain-Integration, während Bermuda vollständig digitale Wirtschaft anstrebt

Mastercard erwägt strategische Investition in Blockchain-Firma Zerohash nach gescheiterten Übernahmegesprächen, während Bermuda mit Coinbase und Circle zusammenarbeitet, um die weltweit erste vollständig Blockchain-basierte Volkswirtschaft aufzubauen.
Mastercard ändert Strategie nach gescheiterter Zerohash-Übernahme
Mastercard strebt eine strategische Investition in den Blockchain-Infrastrukturanbieter Zerohash an, nachdem das Unternehmen ein direktes Übernahmeangebot abgelehnt hat, wie mit den Gesprächen vertraute Quellen berichten [1]. Der Zahlungsriese hatte Berichten zufolge Ende letzten Jahres fortgeschrittene Verhandlungen über den Kauf von Zerohash für bis zu 2 Milliarden US-Dollar geführt [1].
Zerohash, das Custody-, Settlement- und Fiat-On- und Off-Ramp-Services anbietet, die es Fintechs und Brokerhäusern ermöglichen, digitale Assets anzubieten, ohne eine eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen, entschied sich letztendlich dafür, seine Unabhängigkeit zu bewahren [1]. "Wir ziehen eine Übernahme durch Mastercard nicht in Betracht. Wir respektieren das Mastercard-Team und freuen uns darauf, kommerzielle Partnerschaften auszubauen", erklärte ein Zerohash-Sprecher und fügte hinzu, dass "die Wahrung unserer Unabhängigkeit Zerohash am besten positioniert, um weiterhin Innovationen für unsere Kunden voranzutreiben" [1].
Trotz der gescheiterten Übernahme werden Gespräche über eine mögliche strategische Beteiligung fortgesetzt, die es Mastercard ermöglichen würde, Zugang zu Zerohash' Technologie und Kundenstamm zu erhalten, ohne die volle Kontrolle zu übernehmen [1]. Der Schritt steht im Einklang mit einem breiteren Trend traditioneller Finanzunternehmen, in den Sektor der digitalen Assets einzusteigen, wobei Branchenbeobachter feststellen, dass Investoren nun etablierte Infrastrukturunternehmen gegenüber spekulativen Token bevorzugen [1].
Zerohash erreichte kürzlich eine Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar und hat Partnerschaften mit großen Finanzinstituten gesichert, darunter Morgan Stanley, das durch die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen direkten Zugang zur Krypto-Marktinfrastruktur einschließlich Liquidität, Custody und Settlement-Services erhielt [1].
Mastercard hat sein Engagement im Kryptosektor bereits zuvor durch eine im April letzten Jahres angekündigte große Partnerschaft mit Kraken unter Beweis gestellt, die Bitcoin- und Kryptowährungszahlungen in Großbritannien und Europa bei über 150 Millionen Mastercard-akzeptierenden Händlern ermöglicht [1]. Das Unternehmen wurde auch mit möglichen Übernahmen anderer Kryptofirmen in Verbindung gebracht, darunter die in London ansässige Stablecoin-Zahlungsplattform BVNK [1].
Bermuda kündigt ambitionierte Transformation zur Blockchain-Wirtschaft an
In einer separaten, aber ebenso bedeutenden Entwicklung hat Bermuda Pläne angekündigt, das weltweit erste Land mit einer vollständig Blockchain-organisierten Wirtschaft zu werden [2]. Der Inselstaat enthüllte die Initiative am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos und sicherte sich die Unterstützung der großen Kryptowährungsunternehmen Coinbase und Circle, die Blockchain-Infrastruktur, Stablecoin-Technologie und Unternehmenslösungen bereitstellen werden [2].
Der umfassende Plan sieht vor, dass digitale Assets als alltägliche Finanzinfrastruktur für Zahlungen, Bankdienstleistungen und Versicherungen dienen [2]. Die Initiative zielt darauf ab, die hohen Kosten traditioneller Zahlungssysteme zu umgehen, die besonders kleine und mittlere Unternehmen belasten, wobei Stablecoins wie USDC schnelle, kostengünstige und auf US-Dollar lautende Transaktionen ermöglichen, die bereits in ersten Pilotprojekten auf der Insel getestet werden [2].
Bermuda hat sich seit 2018 als regulatorischer Vorreiter bei digitalen Assets positioniert, als es den Digital Asset Business Act einführte und damit einen umfassenden Rechtsrahmen schuf [2]. Circle und Coinbase gehörten zu den ersten Unternehmen, die Lizenzen im Rahmen dieses Regelwerks erhielten, wobei Coinbase seine Bermuda-Lizenz im Jahr 2023 erlangte [2].
Umsetzung und langfristige Vision
Die Bermuda-Initiative umfasst mehrere Implementierungsphasen: Regierungsbehörden werden Stablecoin-Zahlungen testen, Finanzinstitute werden Tokenisierungslösungen integrieren, und Bürger werden durch landesweite Bildungsprogramme an digitale Finanzsysteme herangeführt [2].
Die Regierung erwartet, dass die Blockchain-basierte Infrastruktur langfristig niedrigere Transaktionskosten, verbesserten Zugang zu globalen Finanzmärkten und eine stärkere lokale Wertschöpfung liefern wird [2]. Die Anwesenheit von Coinbase-CEO Brian Armstrong in Davos könnte dem Projekt zusätzlichen Schwung verleihen, insbesondere da das Unternehmen sich in den Vereinigten Staaten für eine Kryptowährungsgesetzgebung einsetzt [2].
Beide Entwicklungen signalisieren eine beschleunigte institutionelle Akzeptanz der Blockchain-Technologie, wobei traditionelle Finanzakteure eine strategische Positionierung anstreben, während progressive Jurisdiktionen umfassende Rahmenwerke für digitale Assets implementieren.
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.