Tulpenmanie oder Zukunftstechnologie? Experten streiten über Bitcoin- und Blockchain-Bewertungen

Tulpenmanie oder Zukunftstechnologie? Experten streiten über Bitcoin- und Blockchain-Bewertungen

Während Kritiker Bitcoin mit historischen Spekulationsblasen vergleichen, verweisen Befürworter auf 17 Jahre Ausdauer. Gleichzeitig entbrennt eine Debatte über die fundamentale Bewertung von Layer-1-Blockchains wie Ethereum und Solana.

Der Tulpenvergleich – eine Analogie auf dem Prüfstand

Die Debatte um die Bewertung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen erreicht eine neue Intensität. Nachdem kürzlich Starinvestor Michael Burry die Krypto-Leitwährung mit der berühmten Tulpenblase im Holland des 17. Jahrhunderts verglich, wehrt sich die Branche gegen diese Analogie[1].

Eric Balchunas, ETF-Experte bei Bloomberg, hält den Vergleich für grundlegend falsch. "Tulpen boomten und brachen innerhalb von etwa drei Jahren zusammen. Ein Schlag ins Gesicht und schon war alles vorbei. Bitcoin hat sich von etwa sechs bis sieben schweren Schlägen erholt", erklärt er[1]. Die Kryptowährung habe 17 Jahre überlebt und immer wieder neue Höchststände erreicht.

Historische Perspektive und aktuelle Zahlen

Die Tulpenmanie der 1630er Jahre gilt als eine der ersten großen Spekulationsblasen der Geschichte. Auf dem Höhepunkt sollen einige seltene Tulpenzwiebeln mehr gekostet haben als ein Haus in Amsterdam, bevor der Markt um über 90 Prozent einbrach[1].

Bitcoin hingegen zeigt trotz erheblicher Volatilität eine bemerkenswerte Resilienz. Zwar fiel der BTC-Kurs von seinem Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar Anfang Oktober auf 82.000 US-Dollar Ende November – ein Rückgang von 35 Prozent[1]. Doch Balchunas betont: "Allein schon die Ausdauer rechtfertigt es, den Tulpenvergleich zurückzuweisen, ganz zu schweigen davon, dass BTC in den letzten drei Jahren immer noch um 250 Prozent gestiegen ist und im letzten Jahr um 122 Prozent zugelegt hat"[1].

Bemerkenswert ist auch die historische Einordnung: Als US-Ökonom Peter Schiff bereits im November 2013 den Tulpenvergleich bemühte, notierte Bitcoin bei etwa 355 US-Dollar[1]. Seitdem hat sich der Kurs um ein Vielfaches gesteigert.

Layer-1-Blockchains im Fokus der Kritik

Parallel zur Bitcoin-Debatte entbrennt eine intensive Diskussion über die Bewertung von Layer-1-Blockchains wie Ethereum und Solana. Die Krypto-Branche wird derzeit von einer leidenschaftlich geführten Auseinandersetzung über angemessene Bewertungen dominiert[2].

Im Zentrum steht die Frage: Sind diese Blockchains fundamental massiv überbewertet – oder bilden sie die noch missverstandene Basis einer exponentiellen Zukunft? Dragonfly-Partner Haseeb Qureshi und Inversion-Gründer Santiago Roel Santos liefern sich eine fachlich fundierte Kontroverse über die nachhaltigen Wettbewerbsvorteile dieser Technologien[2].

Ausgangspunkt war ein Essay von Qureshi, der Layer-1s mit Amazon in der Frühphase verglich, sowie zwei virale Substack-Texte von Santos, die diese Sichtweise scharf kritisierten[2].

Paradoxe Marktsituation verstärkt Zweifel

Die aktuelle Situation ist von einem Paradox geprägt: Während es zahlreiche positive fundamentale Entwicklungen gibt, geht die Aktivität im Blockchain-Sektor zurück – und die Kurse kennen nur eine Richtung[2]. Diese Diskrepanz befeuert die Debatte über Renditeversprechen von ETH, SOL und anderen Layer-1-Coins.

Die branchenweite Diskussion zeigt, dass die Krypto-Industrie in einer kritischen Phase steckt, in der fundamentale Bewertungsfragen neu verhandelt werden müssen. Ob Bitcoin-Kritiker mit ihren Blasen-Vergleichen recht behalten oder die Technologie ihre Widerstandsfähigkeit erneut unter Beweis stellt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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