US-Behörden sehen sich Fragen zu Bitcoin-Beständen gegenüber, während Behauptungen über venezolanische Reserven auftauchen

Zwei separate Vorfälle im Zusammenhang mit dem Umgang der US-Regierung mit Bitcoin haben Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Durchführungsverordnungen und Transparenz aufgeworfen, während unbestätigte Behauptungen darauf hindeuten, dass Venezuela möglicherweise über eine massive Kryptowährungsreserve verfügt.
DOJ-Bitcoin-Verkauf wirft Compliance-Fragen auf
Der U.S. Marshals Service scheint Bitcoin im Wert von etwa 6,3 Millionen US-Dollar verkauft zu haben, die von den Samourai-Wallet-Entwicklern Keonne Rodriguez und William Lonergan Hill eingezogen wurden, was möglicherweise gegen die Durchführungsverordnung 14233 verstößt, die vorschreibt, dass Bitcoin, die durch strafrechtliche oder zivilrechtliche Vermögenseinziehungsverfahren erworben wurden, als Teil der Strategic Bitcoin Reserve der Vereinigten Staaten gehalten werden sollten [2].
Laut einer von Bitcoin Magazine erhaltenen Vereinbarung zur Liquidation von Vermögenswerten erklärten sich die Angeklagten bereit, am 3. November 2025 57,55353033 Bitcoin an den USMS zu übertragen [2]. Die Bitcoin scheinen direkt an eine Coinbase-Prime-Adresse gesendet worden zu sein, die derzeit einen Nullsaldo aufweist, was darauf hindeutet, dass die Vermögenswerte möglicherweise bereits liquidiert wurden [2].
Die Durchführungsverordnung 14233 besagt ausdrücklich, dass Bitcoin, die von der US-Regierung durch strafrechtliche Einziehung erworben wurden, "nicht verkauft werden dürfen" und der Strategic Bitcoin Reserve zugeführt werden sollten [2]. Die Einziehung erfolgte gemäß 18 U.S. Code § 982(a)(1), der sich mit Verstößen gegen den Betrieb nicht lizenzierter Geldübertragungsunternehmen befasst [2].
Muster unabhängigen Handelns durch SDNY
Der Southern District of New York, manchmal als "Sovereign District of New York" bezeichnet, hat sich einen Ruf dafür erworben, innerhalb des föderalen Systems unabhängig zu agieren [2]. Die Gerichtsbarkeit verfolgte Verfahren gegen Rodriguez, Hill und den Tornado-Cash-Entwickler Roman Storm trotz eines Memorandums des stellvertretenden Generalstaatsanwalts Todd Blanche vom 7. April 2025, in dem es hieß, dass das Justizministerium "nicht länger auf Kryptowährungsbörsen, Mixing- und Tumbling-Dienste sowie Offline-Wallets wegen der Handlungen ihrer Endnutzer abzielen wird" [2].
Die Strafverfolgung wurde auch trotz einer Brady-Anfrage fortgesetzt, die ergab, dass zwei hochrangige Mitglieder von FinCEN "nachdrücklich nahelegten", dass Samourai Wallet aufgrund der Non-Custody-Natur des Dienstes nicht als Geldübertragungsunternehmen tätig war [2].
Unbestätigte Behauptungen über venezolanische Bitcoin-Bestände
Separat sind nach der Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte am 3. Januar Spekulationen über eine potenzielle "geheime Bitcoin-Reserve" der venezolanischen Regierung aufgekommen [1]. Analysten, die sich auf Informanten berufen, behaupten, das Maduro-Regime könnte zwischen 600.000 und 660.000 BTC im Wert von etwa 56 bis 67 Milliarden US-Dollar zu aktuellen Preisen angesammelt haben [1].
Die angebliche Akkumulation wäre über drei Hauptkanäle erfolgt: Umwandlung von etwa 73 Tonnen Gold, das zwischen 2018 und 2020 exportiert wurde, in etwa 400.000 Bitcoin; Umwandlung von Öleinnahmen, die ursprünglich in USDT gehalten wurden, in Bitcoin im Wert von bis zu 15 Milliarden US-Dollar; und Beschlagnahmung von Bitcoin im Wert von etwa 500 Millionen US-Dollar zwischen 2023 und 2024 [1].
Falls bestätigt, würde dies Venezuela zum viertgrößten Bitcoin-Halter der Welt machen, der etwa 3 % des gesamten Bitcoin-Angebots kontrolliert [1]. Diese Behauptungen wurden jedoch nicht durch On-Chain-Analysen gestützt, und alternative Daten deuten darauf hin, dass Venezuela Ende 2022 nur 240 BTC im Wert von etwa 22,6 Millionen US-Dollar hielt [1].
Schlüsselfigur im venezolanischen Netzwerk
Alex Saab, Venezuelas Minister für Industrie und nationale Produktion, soll die Wallets verwaltet haben, die diese Bitcoin-Reserven enthalten [1]. Berichten zufolge baute Saab nicht nur Maduros Schattenfinanzimperium auf, sondern diente auch seit 2016 als Informant für die U.S. Drug Enforcement Administration [1]. Seine Zusammenarbeit mit US-Behörden könnte potenziell Zugang zu den digitalen Vermögenswerten ermöglichen, falls diese existieren [1].
Auswirkungen und Unsicherheiten
Der Umgang mit beiden Situationen bleibt unklar. Präsident Trump erklärte kürzlich, er erwäge eine Begnadigung für Rodriguez [2]. In Bezug auf die venezolanischen Bitcoin reichen die Möglichkeiten von einer langwierigen rechtlichen Custody durch das US-Justizministerium über die Integration in die U.S. Strategic Bitcoin Reserve, was Amerikas Bitcoin-Bestände verdreifachen würde, bis hin zu einem möglichen Verbleib unter venezolanischer Kontrolle zum Nutzen der Bevölkerung [1].
Die venezolanische Opposition unter Führung der Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat das Potenzial von Bitcoin zur Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme des Landes erkannt [1]. Jede Lösung würde jedoch wahrscheinlich die Zustimmung der Trump-Administration erfordern [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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