US-Krypto-Regulierung im Umbruch: Clarity Act rückt näher, Senatorin Lummis zieht sich zurück

US-Krypto-Regulierung im Umbruch: Clarity Act rückt näher, Senatorin Lummis zieht sich zurück

Während der US-Kongress Fortschritte bei der Krypto-Gesetzgebung signalisiert und der Clarity Act noch im Januar verabschiedet werden könnte, verliert die Branche mit Cynthia Lummis eine ihrer profiliertesten politischen Befürworterinnen.

Clarity Act könnte bereits im Januar verabschiedet werden

In den USA nimmt die Regulierung des Krypto-Marktes konkrete Formen an. Mit dem sogenannten Clarity Act steht ein Gesetzentwurf zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte im Kongress zur Abstimmung, dessen Verabschiedung bereits im Januar erfolgen dürfte [2]. David Sacks, Krypto- und KI-Beauftragter der US-Regierung, erklärte am Donnerstag, man sei "näher denn je" an der Verabschiedung einer wegweisenden Krypto-Gesetzgebung. Ziel sei es, den Prozess im Januar abzuschließen [2].

Der Clarity Act soll unter anderem Zuständigkeiten der Aufsichtsbehörden klarer regeln und rechtliche Lücken für Krypto-Unternehmen schließen [2]. Während die Gesetzgebung als politisches Signal und Meilenstein für die Krypto-Industrie gewertet wird, dämpfen Marktbeobachter jedoch Erwartungen an unmittelbare Kurseffekte.

Trader-Legende warnt vor überzogenen Erwartungen

Der erfahrene Trader Peter Brandt bremst Erwartungen an mögliche Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs. Brandt erklärte, der Clarity Act sei zwar notwendig, habe jedoch keinen grundlegenden Einfluss auf die Bewertung von Bitcoin. "Ist das eine weltbewegende makroökonomische Entwicklung? Nein. Sicher notwendig, aber nichts, was den Wert neu definieren sollte", sagte Brandt gegenüber Cointelegraph [2]. Die Regulierung eines Vermögenswertes sei aus seiner Sicht kein außergewöhnliches Ereignis, auch wenn viele langfristige Bitcoin-Anleger staatliche Eingriffe lange abgelehnt hätten [2].

Trotz seiner Zurückhaltung betonte Brandt, dass der Clarity Act für die Branche insgesamt ein Fortschritt wäre. Eine klar definierte regulatorische Struktur könne langfristig zur institutionellen Akzeptanz beitragen, sei jedoch kein kurzfristiger Kurstreiber [2]. Auch John Glover, Chief Investment Officer beim Krypto-Lender Ledn, teilte diese Einschätzung. Der mögliche Beschluss sei bereits in den Markt eingepreist und werde kurzfristig kaum Preisreaktionen auslösen [2].

Senatorin Lummis gibt Mandat 2027 ab

Parallel zu den Fortschritten bei der Gesetzgebung verliert die Krypto-Branche eine ihrer wichtigsten politischen Stimmen. Die US-Senatorin Cynthia Lummis wird bei den Senatswahlen im Jahr 2026 nicht erneut kandidieren und ihr Mandat mit Ablauf der laufenden Legislaturperiode im Jahr 2027 niederlegen [1].

Lummis zählt zu den profiliertesten Befürworterinnen digitaler Vermögenswerte im aktuellen US-Kongress und hat sich seit ihrem Amtsantritt im Januar 2021 als zentrale politische Stimme für Bitcoin und Blockchain positioniert [1]. Politisch spielte die Senatorin zuletzt eine Schlüsselrolle bei der Ausarbeitung und Unterstützung des Gesetzes zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte (Market Structure Bill) [1].

"Sprinterin in einem Marathon"

Zur Begründung erklärte Lummis, die Entscheidung sei ihr nicht leichtgefallen. "Ich bin eine engagierte Gesetzgeberin, aber ich fühle mich wie eine Sprinterin in einem Marathon", sagte Lummis [1]. Nach intensiven Sitzungswochen im Herbst habe sie erkannt, dass sie nicht über die nötige Energie für eine weitere sechsjährige Amtszeit verfüge [1].

Die Republikanerin aus Wyoming hat sich in der Vergangenheit für eine klare Regulierung von Kryptowährungen eingesetzt und sich für die Förderung von Blockchain-Technologien ausgesprochen [1]. Der Rückzug von Lummis fällt somit in eine Phase politischer Unsicherheit für die Krypto-Gesetzgebung [1]. Es bleibt abzuwarten, ob ihre Nachfolgerin oder ihr Nachfolger ihre Politik fortsetzen wird [1].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Regulierung

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