US-Verbot von Stablecoin-Zinsen löst Debatte aus, während China CBDC-Strategie auf verzinsliches Modell umstellt

Während China sich darauf vorbereitet, Zinszahlungen auf seinen digitalen Yuan zu ermöglichen, um die Akzeptanz zu steigern, warnen US-Krypto-Führungskräfte, dass inländische Beschränkungen bei Stablecoin-Erträgen amerikanische Unternehmen auf dem Weltmarkt benachteiligen könnten.
Konkurrierende Visionen für die Regulierung digitaler Währungen
Die globale Landschaft für die Regulierung digitaler Währungen nimmt entlang divergierender Pfade Gestalt an: China bewegt sich darauf zu, seine digitale Zentralbankwährung durch Zinszahlungen attraktiver zu machen, während die Vereinigten Staaten mit Beschränkungen bei Stablecoin-Erträgen ringen, die nach Warnung von Branchenführern der Wettbewerbsfähigkeit schaden könnten.
China überarbeitet Digital-Yuan-Strategie grundlegend
China bereitet eine grundlegende Überarbeitung seiner Strategie für die digitale Zentralbankwährung (CBDC) vor, die darauf abzielt, die Akzeptanz des digitalen Yuan (e-CNY) zu steigern, der trotz jahrelanger Pilotprogramme und Forschung Schwierigkeiten hatte, an Zugkraft zu gewinnen [1]. Die People's Bank of China (PBOC) kündigte Anfang dieser Woche an, dass sie Geschäftsbanken erlauben wird, Zinsen auf die Digital-Yuan-Guthaben ihrer Kunden zu zahlen, als Teil eines neuen Rahmens, der am 1. Januar 2026 in Kraft treten soll [1].
Gemäß der neuen Politik wird der e-CNY von der Funktion als digitales Bargeld zum Betrieb als "digitale Einlagenwährung" übergehen, so PBOC-Vize-Gouverneur Lu Lei [1]. Dieser strategische Wandel stellt eine bedeutende Änderung in der Art und Weise dar, wie die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre CBDC-Implementierung angeht.
US-Beschränkungen für Stablecoin-Erträge unter Beschuss
Die chinesische Politikänderung erfolgt, während sich die Debatte in den Vereinigten Staaten über Beschränkungen bei Stablecoin-Erträgen intensiviert. Im Juli unterzeichnete Präsident Donald Trump den GENIUS Act, der den ersten US-Regulierungsrahmen für Stablecoins auf Bundesebene etablierte [1]. Gemäß dieser Gesetzgebung ist es Stablecoin-Emittenten untersagt, Erträge direkt an Token-Inhaber anzubieten, obwohl sich dieses Verbot nicht auf Drittanbieter von Dienstleistungen erstreckt [1].
Kritiker haben argumentiert, dass dies ein "Schlupfloch" schafft, das es Stablecoin-Emittenten ermöglicht, das Verbot zu umgehen. Coinbase bietet beispielsweise Erträge auf den Stablecoin USDC an, der von Circle ausgegeben wird [1].
Die Beschränkung ist zu einem Streitpunkt zwischen der Krypto-Industrie und dem traditionellen Bankensektor geworden. Am 18. Dezember forderten die Blockchain Association zusammen mit mehr als 125 Teilnehmern der Krypto-Industrie den Kongress auf, die Bemühungen des Bankensektors abzulehnen, das Verbot von Stablecoin-Zinsen oder -Erträgen des GENIUS Act auszuweiten [1].
Am selben Tag veröffentlichte die American Bankers Association einen Brief, in dem sie die Gesetzgeber aufforderte, das Verbot verzinslicher Stablecoins des GENIUS Act streng durchzusetzen, mit dem Argument, dass einige Krypto-Börsen das Gesetz auf eine Weise interpretieren, die Anreize ähnlich wie Belohnungen ermöglicht, was die traditionelle Bankaktivität untergraben könnte [1].
Marktdominanz trotz regulatorischer Unsicherheit
Trotz der andauernden regulatorischen Debatte dominieren an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins weiterhin den globalen Markt. Daten von DefiLlama zeigen, dass die Marktkapitalisierung von Stablecoins bei etwa 307,95 Milliarden US-Dollar liegt [1]. Von diesem Betrag entfallen nur rund 1,4 Milliarden US-Dollar auf Stablecoins, die nicht an den USD gekoppelt sind [1].
Europäische Union verschärft Krypto-Meldepflichten
Unterdessen sollen in Europa neue Meldeanforderungen die Regulierungslandschaft umgestalten. Im November stimmte der Deutsche Bundestag für die Umsetzung der EU-Richtlinie DAC 8, die von Krypto-Dienstleistern verlangt, Transaktionsdaten von Nutzern ab 2026 zu erfassen und diese im Folgejahr dem Bundeszentralamt für Steuern zu übermitteln [2].
Die DAC 8-Richtlinie, die auf dem OECD-Standard CARF basiert, zielt darauf ab, Steuerhinterziehung auf dem Kryptomarkt durch automatisierten grenzüberschreitenden Informationsaustausch innerhalb der EU und mit qualifizierten Drittländern zu bekämpfen [2]. Krypto-Dienstleister müssen steuerliche Selbstauskünfte von Nutzern einholen und können Konten einfrieren oder Transaktionen blockieren, wenn Kunden nicht kooperieren [2].
Verstöße gegen die neuen Meldepflichten werden mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet [2]. Die Umsetzung wird die deutsche Verwaltung voraussichtlich rund 11 Millionen Euro jährlich kosten, plus einmalige Ausgaben von über 30 Millionen Euro, während die Kosten für den Privatsektor auf 270.000 Euro pro Jahr geschätzt werden [2].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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