Wall Streets Bitcoin-Plan: Citi und Morgan Stanley bauen Custody-Infrastruktur

Große Finanzinstitute starten Bitcoin-Custody-Infrastruktur, während europäische Investoren Zugang zu Strategy's dividendenzahlenden Vorzugsaktien erhalten – ein entscheidender Moment für Bitcoins Integration in die traditionelle Finanzwelt.
Traditionelle Finanzwelt baut die Zugänge, die Bitcoin braucht
Die Infrastruktur, die Bitcoin in die Mainstream-Finanzwelt bringen wird, wird gerade jetzt aufgebaut – und das schneller als viele erwartet haben. Während die Preisvolatilität von Bitcoin weiterhin die Schlagzeilen dominiert, konstruieren zwei der größten Institutionen der Wall Street im Stillen die Custody-, Reporting- und Compliance-Frameworks, die Billionen an institutionellem Kapital freischalten könnten. Gleichzeitig erhalten europäische Investoren neuartigen Zugang zu Bitcoin durch Instrumente, die auf einkommensfokussierte Portfolios statt auf Spekulation ausgelegt sind. Zusammen signalisieren diese Entwicklungen, dass Bitcoin von einem Randvermögenswert zu einem permanenten Bestandteil der globalen Finanzarchitektur übergeht.
Die Fakten
Citi kündigte Pläne an, später in diesem Jahr Bitcoin-Infrastruktur zu starten, die die Kryptowährung in traditionelle Finanzsysteme integriert, so Nisha Surendran, Leiterin der Digital Asset Custody-Entwicklung bei der Bank [2]. Bei ihrer Rede auf der Strategy World, einer Branchenkonferenz des Bitcoin-Treasury-Unternehmens Strategy, skizzierte Surendran einen dreigleisigen Ansatz, der sich auf Custody, Integration in bestehende Reporting- und Steuersysteme sowie vereinfachten Kundenzugang zu digitalen Vermögenswerten konzentriert [2].
"Später in diesem Jahr wird Citi unsere Infrastruktur starten, die Bitcoin in die traditionelle Finanzwelt integriert", sagte Surendran und erklärte, dass die Initiative mit "grundlegenden Custody- und Verwahrungsfähigkeiten, institutionellem Key-Management und Wallet-Infrastruktur" beginnen wird [2]. Der Service wird es Citis Kunden ermöglichen, Bitcoin-Positionen neben traditionellen Vermögenswerten innerhalb derselben Reporting-Kanäle, Steuer-Workflows und Compliance-Frameworks zu verwalten, die sie derzeit verwenden [2]. Kunden müssen keine Wallets, Private Keys oder einmalige Adressen selbst verwalten, da Citi diese Prozesse über seine Infrastruktur abwickelt [2]. Die Bank verwaltet etwa 30 Billionen Dollar an Kundenvermögen in Wertpapier- und Geldmarktprodukten [2].
Morgan Stanley verfolgt eine ähnliche Strategie und kündigte auf derselben Konferenz Pläne an, sein Digital-Asset-Angebot durch eine native Crypto-Custody- und Exchange-Plattform zu erweitern [2]. Die Bank wird zunächst E-Trade-Kunden durch eine Partnerschaft ermöglichen, Spot-Kryptowährungen zu kaufen und zu verkaufen, wobei eine vollständig integrierte Plattform innerhalb des nächsten Jahres erwartet wird [2]. Morgan Stanleys geplante Custody-Lösung würde Kunden rechtliche Kontrolle über ihre Vermögenswerte unter Aufsicht der Bank geben, obwohl einige möglicherweise weiterhin Self-Custody betreiben, insbesondere für Bitcoin [2]. Das Unternehmen erkundet auch Crypto-Yield- und Lending-Produkte und nutzt seine Vermögensbasis von 8 Billionen Dollar, um Off-Platform-Bestände auf seine Plattform zu bringen [2].
Unterdessen startete 21Shares in Europa das Strategy Yield ETP (Ticker: STRC NA) in Amsterdam und markiert damit das erste Produkt des Crypto-ETP-Pioniers, das nicht direkt Bitcoin-Exposure bietet, sondern Strategy's Series-A-Vorzugsaktien [1]. Die Vorzugsaktien bieten variable Dividenden von derzeit über 11 Prozent, finanziert durch Strategy's Bitcoin- und Dollar-Reserven [1]. "STRC oder digitaler Kredit ist der Weg, auf dem wir die nächste Generation von Privatanlegern in diesen [Bitcoin-]Bereich holen können. Und ich wüsste nicht, warum wir nicht 10- bis 100-mal so viele anziehen könnten", sagte Strategy's Michael Saylor in einem kürzlichen Interview [1].
Duncan Moir, Präsident von 21Shares, erklärte: "Das 21shares Strategy Yield ETP unterstreicht unseren Anspruch auf Innovation und Führungsrolle als erstes ETP von 21shares, das an ein aktienbezogenes Instrument gekoppelt ist" [1]. Strategy-CEO Phong Le begrüßte die europäische Expansion und erklärte, dass das Produkt Zugang "zu einem neuen Kapitalmodell – einem Modell, das es vor fünf Jahren noch nicht gab und von dem wir glauben, dass es die nächsten 50 Jahre prägen wird" bietet [1]. Strategy hält derzeit 717.722 BTC im Wert von etwa 47 Milliarden Dollar und behält damit seine Position als größter Unternehmens-Bitcoin-Inhaber [1].
Analyse & Kontext
Die gleichzeitigen Schritte von Citi und Morgan Stanley repräsentieren mehr als inkrementelle Produkteinführungen – sie signalisieren, dass Bitcoin eine Schwelle institutioneller Legitimität überschritten hat, die angemessene Infrastruktur erfordert. Jahrelang war die primäre Barriere für die institutionelle Bitcoin-Akzeptanz nicht Skepsis gegenüber dem Vermögenswert selbst, sondern das Fehlen von Custody-Lösungen, die den operativen, regulatorischen und treuhänderischen Standards entsprechen, die diese Institutionen verlangen. Indem sie native Custody-Infrastruktur aufbauen, anstatt mit Crypto-nativen Firmen zu kooperieren, setzen diese Banken ein Zeichen: Bitcoin ist hier, um zu bleiben, und wir müssen diese Fähigkeit im eigenen Haus besitzen.
Die Custody-Infrastruktur, die diese Banken aufbauen, löst ein kritisches Problem, das die Bitcoin-Akzeptanz unter Wealth-Management-Kunden eingeschränkt hat. Die meisten vermögenden Privatpersonen und Institutionen wollen keine Private Keys verwalten oder unbekannte Benutzeroberflächen navigieren. Sie wollen, dass Bitcoin auf derselben monatlichen Abrechnung wie ihre Anleihen und Aktien erscheint, mit demselben Steuer-Reporting und derselben Compliance-Aufsicht. Durch die Einbettung von Bitcoin in bestehende Workflows beseitigen Citi und Morgan Stanley die operative Reibung, die viele traditionelle Investoren bisher abseits gehalten hat.
Die europäische Einführung des Strategy Yield ETP zeigt einen komplementären Ansatz zur Bitcoin-Integration – die Schaffung hybrider Instrumente, die Bitcoin-Exposure mit traditionellen Ertragsmerkmalen bieten. Die 11-Prozent-Dividende spricht ertragsfokussierte Investoren an, die vielleicht nie direkt Bitcoin kaufen würden, aber von der Rendite angezogen werden. Diese Strategie erkennt eine fundamentale Wahrheit über Kapitalallokation an: Die meiste institutionelle Liquidität sucht nicht nach maximaler Volatilität, sondern nach risikoadjustierten Renditen innerhalb spezifischer Mandate. Durch die Strukturierung von Bitcoin-Exposure als dividendenzahlende Vorzugsaktie erweitern 21Shares und Strategy den adressierbaren Markt über risikosuchende Spekulanten hinaus zu Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und konservativen Vermögensverwaltern.
Historisch gesehen hat jede große Anlageklasse diese Art von Infrastrukturentwicklung benötigt, bevor sie Mainstream-Akzeptanz erreichte. Gold wurde nicht zu einer Standard-Portfolioallokation, bis Custody, Futures-Märkte und ETFs es innerhalb bestehender Investment-Frameworks zugänglich machten. Bitcoin folgt demselben Pfad, aber komprimiert in einen viel kürzeren Zeitrahmen. Die Tatsache, dass zwei der weltgrößten Banken diese Infrastruktur gleichzeitig – und öffentlich – aufbauen, deutet darauf hin, dass wir uns einem Wendepunkt nähern, an dem Bitcoin-Custody zum Pflichtelement für jede große Finanzinstitution wird.
Wichtigste Erkenntnisse
• Citi und Morgan Stanley bauen beide native Bitcoin-Custody-Infrastruktur auf, was signalisiert, dass große Banken Bitcoin-Integration nun als essenziell und nicht als experimentell ansehen, wobei Services innerhalb des nächsten Jahres erwartet werden.
• Die entwickelte Infrastruktur wird es Kunden ermöglichen, Bitcoin innerhalb bestehender Reporting-, Steuer- und Compliance-Frameworks zu verwalten und damit die operative Reibung zu eliminieren, die institutionelle Akzeptanz eingeschränkt hat.
• Das 21Shares Strategy Yield ETP bietet europäischen Investoren Bitcoin-Exposure durch dividendenzahlende Vorzugsaktien mit über 11 Prozent Rendite und erweitert damit Bitcoins Attraktivität über volatilitätssuchende Investoren hinaus auf ertragsfokussierte Portfolios.
• Diese Entwicklungen repräsentieren kollektiv Bitcoins Übergang von einem alternativen Vermögenswert zur Kernfinanzinfrastruktur, während Institutionen die Custody-Schienen bauen, die nötig sind, um Billionen an Kundenvermögen zu bedienen.
• Das koordinierte Timing dieser Ankündigungen – und ihre öffentliche Natur – deutet darauf hin, dass die traditionelle Finanzindustrie die Frage, ob Bitcoin integriert werden soll, hinter sich gelassen hat und sich nun darauf konzentriert, wie schnell sie die notwendigen Fähigkeiten aufbauen kann.
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.